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Eulenumtrunk: Tradition seit genau 400 Jahren

Peine Eulenumtrunk: Tradition seit genau 400 Jahren

Peine. Das Peiner Freischießen fußt auf Traditionen und wird - verbrieft - seit 1597 gefeiert. In diesem Jahr also zum 416.Mal, mindestens. Denn die älteren Unterlagen sind bei einem verheerenden Stadtbrand vernichtet worden.

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Beim Eulenumtrunk (v.l.): Hartmut Kühnel, Thomas Weitling, Franz Einhaus und Michael Kessler.

Quelle: pif

Eine der originellsten Traditionen ist der Eulenumtrunk, der bis ins Jahr 1613 zurückverfolgt werden kann, also genau 400Jahre. Gestern lud Bürgermeister Michael Kessler zu diesem feierlichen Anlass in den kleinen Sitzungssaal des Rathauses ein.

Und diesmal gab es sogar drei der berühmten Trinkbecher in Eulenform, sodass alle Teilnehmer aus dem Pokal trinken konnten: Eines der Exemplare stiftete die Stadt Peine 1928 als Wanderpokal für das damals große Rennen des Motorrad- und Autoclubs „Silberne Eule“ in Peine. „Irgendwann wanderte der Pokal zur Stadt Peine zurück“, berichtete Kessler gestern einleitend zu der Feierstunde, die unmittelbar vor den Königsfrühstücken der neuen Freischießen-Majestäten stattfand.

Ein weiteres Exemplar ist ein Geschenk der Stadt aus dem Jahr 1913 an den Ehrenbürger Gerhard Lucas Meyer, der seinerzeit 50 Jahre im Aufsichtsrat der Ilseder Hütte saß. Die dritte Eule (1959) haben die Bürger-Jäger ausgeliehen, die jüngst in den Genuss kamen, eine weitere dieser Eulen zu erhalten. Das Prunkstück aus Bronze gehörte einst dem Bürger-Jäger-Adjutant August Hartmann.

Das letzte erhaltene Original dieser Trinkpokale steht übrigens im Kestner-Museum in Hannover, wohin es auf Umwegen gelangte. Kessler sagte: „Nach langem Hin und Her ist es uns gelungen, das Kestner-Museum davon zu überzeugen, dass es weitaus mehr Sinn macht, das schöne Stück in der Eulenstadt aufzubewahren, weil wir einen Bezug zu diesem Trinkpokal haben und in Hannover steht er nur rum...“ Die Hannoveraner sind bereit, den Pokal als Leihgabe nach Peine zurückzugeben.

Doch das Ganze hat einen Haken. Denn das gute Stück müsste teuer versichert werden - zulasten der Stadtkasse. Zudem käme eine aufwendige Aufbewahrung. Kessler sagte: „Wir arbeiten an einer Lösung.“

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