Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Etwa jedes zehnte Kind ist verhaltensauffällig

Landkreis stellt Jahresbericht zur Schuleingangsuntersuchung vor Etwa jedes zehnte Kind ist verhaltensauffällig

Am Donnerstag stellte der Landkreis die aktuellen Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung vor. Sie beziehen sich auf die Untersuchungen aus den Jahren 2025/16 bei den Kindern, die im vergangenen Sommer zur Schule gekommen sind.

Voriger Artikel
Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss
Nächster Artikel
Janis Hoffmann aus Ilsede von der IHK geehrt

Peine.  Etwa jedes zehnte Kind im Landkreis Peine ist verhaltensauffällig – das geht aus dem Bericht des Peiner Gesundheitsamts zur Schuleingangs-Untersuchung hervor. Die aktuellen Zahlen beziehen sich auf die Untersuchungen in den Jahren 2015/16 bei den Kindern, die im vergangenen Sommer zur Schule gekommen sind.

Untersucht wurden 1253 Mädchen und Jungen auf Sprache, Wahrnehmung, Motorik, Mitarbeit und Verhalten, Sehen und Hören. Auch der Impfstatus wurde durch die beiden Kinder- und Jugendärztinnen des Gesundheitsamtes, Dr. Sabine Meltzow und Dr. Bettina Kiessling-Klamka, überprüft. Insgesamt zeigten 38 Prozent der untersuchten Kinder Auffälligkeiten, wobei, wie in den Jahren zuvor zu beobachten war, Jungen deutlich auffälliger sind als Mädchen. Trotz zahlreicher Untersuchungen konnten hierfür laut Aussage der Ärztinnen bislang keine Ursachen zugeordnet werden. Zusammengefasst haben die Untersuchungen ergeben, dass insgesamt 62 Prozent der untersuchten Kinder ohne Einschränkung beschulbar waren, hinzu kommen weitere 17 Prozent mit einem Förderbedarf für Teilbereiche.

„Insgesamt ist es erschreckend, dass etwa jedes zehnte Kind derart verhaltensauffällig ist und eigentlich einer Therapie bedürfte“, berichtete Dr. Bettina Kiessling-Klamka und bemängelt das unzureichende Angebot an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten im Kreisgebiet.

Die Untersuchungen haben ebenfalls ergeben, dass Kinder, die unabhängig von der Herkunft im Elternhaus entwicklungsfördernde Angebote erhalten und sportlich und/oder musisch aktiv sind, weniger Auffälligkeiten vorweisen. Migration allein sei kein Risikofaktor für eine problemlose Beschulung. Vielmehr komme es unter anderem auch auf die Sprachkompetenz der Eltern und deren Bildungshintergrund an.

Positiv sei die Entwicklung bei den freiwilligen kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen U9. Auch die freiwilligen Untersuchungen der Vierjährigen in den Kindergärten haben sich etabliert, etwa 90 Prozent nehmen daran teil. Besondere Defizite werden hier regelmäßig bei Seh- und Hörfähigkeit festgestellt. Durch individuelle Förderempfehlungen lasse sich aber meistens eine Regelbeschulung erreichen.

Von Antje Ehlers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

2326af6e-a136-11e7-8ed3-17ff870e8db8
Kartoffelfest in Wehnsen

„Aus der Region – für die Region“ - Tausende Gäste beim Kartoffelfest in Wehnsen.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung