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Etwa 100 Geschichtsfreunde besuchten die Ausstellung über den Ersten Weltkrieg

Peine Etwa 100 Geschichtsfreunde besuchten die Ausstellung über den Ersten Weltkrieg

Peine. Der erste industriell geführte Massenkrieg in der Geschichte der Menschen begann vor genau 100 Jahren und forderte nicht nur rund 17 Millionen Menschenleben, sondern prägte auch die Psyche einzelner Individuen. Großes Interesse daran zeigten etwa 100 Besucher bei ihrem gestrigen Besuch im Peiner Kreismuseum, als die Ausstellung „1914 - 2014 100 Jahre 1. Weltkrieg“ eröffnet wurde.

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Etwa 100 interessierte Geschichtsfreunde waren gestern im Peiner Kreismuseum.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Wanderausstellung „Von Kriegszitterern, Sanitätsoffizieren und Helferinnen: Trauma und Psychiatrie im Ersten Weltkrieg“ der Bremer Kuratorin Dr. Maria Hermes, die die Geschichte einzelner Individuen erzählt. Hermes schilderte: „Der Krieg brachte 600 000 traumatisierte Soldaten hervor, die ärztlich behandelt werden mussten.“ Die Kliniken waren aber überfüllt und Mediziner wurden schließlich unterstützt durch unausgebildetes weibliches Hilfspersonal. Erschwerend kam hinzu, dass die erkrankten Soldaten ein Rentenproblem mit sich brachten, da sie nicht mehr arbeiten konnten. So mussten die Männer durch verschiedene Methoden zurück an die Front gebracht werden. „Man sagte damals, dass Soldaten nicht durch den Krieg erkrankten, sondern vorher schon krank waren und selbst Schuld an ihrer Situation seien“, so Hermes.

Erster Kreisrat Henning Heiß rief dazu noch einmal die Vorgehensweise des Kriegs ins Gedächtnis. Er sagte: „Es wurde mit Massenvernichtungswaffen, Gift, Panzern und Granaten gekämpft.“ Mit nur einem Schlag wurden dabei viele Soldaten und Zivilisten verletzt oder getötet. Um daran zu erinnern, dass auch heute noch in einigen Ländern Krieg herrscht und sich die Schicksale ähneln, stellte die Museumsleiterin Dr. Ulrika Evers im Eingangsbereich einen Fotoband von Bryan Adams aus, der die Körper von durch Krieg gezeichneten Individuen zeigte. In ihrer Einführungsrede sagte sie, dass trotz Medien, Ausstellungen und das heutige Wissen noch immer bewaffnete Soldaten an die Front ziehen. „Ich denke, wir haben noch immer nichts daraus gelernt“, seufzte Evers.

Weiterhin gab es Peiner Feldpostbriefe, Rüstungen, Fotos und Andenken zu entdecken, unter anderem auch Primär- und Sekundärliteratur zur Zeit des Ersten Weltkriegs.

  • Die Ausstellung ist noch zu sehen bis Montag, 8. September.

mgb

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