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„Es muss ein Ruck durch Peine gehen“

Morgensprache der Kaufmannsgilde „Es muss ein Ruck durch Peine gehen“

Mit knapp 80 Gästen war die erste Morgensprache der Kaufmannsgilde zu Peine von 1652 nach dem Führungswechsel (PAZ berichtete) sehr gut besucht.

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Bei der Morgensprache der Kaufmannsgilde, hier Vorstand und Neuaufnahmen (v.l.): Bernd Klawiter, Sören Stolte, Jürgen Scharf, Bejtulla Gashi, Torsten Kowohl, Torben Hacke, Ole Siegel, Birgit Renz, Dennis Tschesche, Oliver Pirrwitz, Joachim Meyer, Thomas Kreisel (Vertreter Industrieverein), Nicole Wiedera und Stefan Herb.

Quelle: Michael Lieb

Peine. In Vertretung des kommissarischen Leiters Carsten Senge, der aus Termingründen verhindert war, begrüßte Vorstandsmitglied Joachim Meyer die Gäste. Die zurückgetretene Gildemeisterin Ingeborg Brandis-Wennerscheid war nicht anwesend.

Meyer dankte Brandis-Wennerscheid noch einmal für ihr sechs Jahre langes Engagement an der Spitze der Kaufmannsgilde und lobte insbesondere ihre gut gepflegten Kontakte zu den Berufsbildenden Schulen in Vöhrum.

Stolz zeigte sich Meyer über die Neuaufnahme von neun Mitgliedern in die Kaufmannsgilde im 365. Jahr ihres Bestehens. Fünf weitere Personen hätten zudem ihren Eintritt fest zugesagt. „Die Kaufmannsgilde lebt“, stellte Meyer fest, der anschließend für eine innovative und engagierte Kaufmannschaft in der Innenstadt warb.

Im Hinblick auf die Leerstandsproblematik appellierte er an Hauseigentümer in der City, ihren veranschlagten Mietzins zu überdenken. Wichtig sei, die Besucherfrequenz in der Innenstadt zu halten. Das habe in der Vergangenheit nicht immer zu 100 Prozent funktioniert.

Die Kaufmannschaft bedauere in diesem Zusammenhang, dass es nicht gelungen sei, den Kreishaus-Neubau, in dem rund 160 Beschäftigte tätig sein werden, in der Stadt zu halten. Diese würden nun nicht mehr unbedingt zum Mittagessen in die City fahren oder dort kleine Erledigungen machen.

Mit Blick auf das geplante Einkaufsviertel Lindenquartier hinterfragte Meyer kritisch, ob die zusätzlichen Verkaufsflächen wirklich nötig seien. Schon jetzt gebe es Leerstände und weitere deuteten sich an , so etwa in der City-Galerie. Damit sich die Stadt wieder positiver entwickele, müsse ein Ruck durch die Stadt, den Rat und die Kaufmannschaft gehen.

Auch Bürgermeister Klaus Saemann sparte - etwas überraschend - nicht mit Kritik, auch in Richtung der Kaufmannschaft. In der Vergangenheit sei oft übereinander, aber nicht immer miteinander gesprochen worden. Das müsse sich ändern, forderte das Stadtoberhaupt im Sinne einer lebens- und liebenswerten Stadt Peine und griff auch die geplante und von der City-Gemeinschaft gerügte Erhöhung der Parkgebühren auf. Am Ende gab es lauten Applaus für Saemanns Rede.

Zum Thema „Fachkräftemangel“ referierte als Gastredner Stefan Keienburg vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands. Im Anschluss an den Vortrag gab es ein gemeinsames Abendessen, bevor die Neuaufnahmen begrüßt wurden.

mic

• Mehr zur Morgensprache der Kaufmannsgilde lesen Sie am Mittwoch in der PAZ.

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