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„Es ist viel Blut geflossen“

Peine-Vöhrum „Es ist viel Blut geflossen“

Eigentlich ist es ein kleines, unscheinbares Haus an der Straße „Im Kohlweg“ in Vöhrum. Doch dort soll der 43-jährige Christian L. seine 48-jährige Frau nach einem Streit brutal getötet und sich danach in Hämelerwald vor einen Zug geworfen haben.

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In diesem Vöhrumer Haus „Im Kohlweg“ wurde die blutüberströmte Leiche der 48-jährigen Frau gefunden.

Quelle: tk

Peine-Vöhrum . „Schrecklich, das hätten wir ihm nie zugetraut“: Schockiert sind die Nachbarn der Vöhrumer Straße „Im Kohlweg“ über die Bluttat im kleinen grauen Haus nebenan. Die Haustür ist von der Peiner Polizei versiegelt worden. Hier wohnte der 43-jährige Christian L. – „ein schlaksiger, verschlossener Mann mit längeren dunklen Haaren“.

Die Polizei hat in diesem kleinen grauen Haus am Dienstag die Leiche seiner 48-jährigen Frau gefunden, die seit vergangenem Herbst von ihm getrennt in Hohenhameln gelebt hatte. Ihre Leiche wies erhebliche Verletzungen auf, „viel Blut ist geflossen“. Die Polizei spricht von „massiver Gewaltanwendung“ und will die Leiche obduzieren lassen. Christian L. hat sich nach der Tat am Montagabend in Hämelerwald vor den Zug geworfen – er war sofort tot.

Erste Ermittlungen der Peiner Polizei haben ergeben, dass die beiden seit gut zwei Jahren verheiratet gewesen sind. Beide waren arbeitslos. Polizei-Sprecher Peter Rathai sagt: „Es bestand trotz der Trennung nach wie vor Kontakt, und so besuchte die 48-Jährige ihren Ehemann auch am Montag. Sie hatte sich mit ihrer Tochter für Montagabend verabredet, erschien jedoch nicht.“ Der 43-Jährige soll seine Frau nach einem heftigen Streit getötet haben.

Auf die Leiche ist die Polizei gestoßen, als sie nach dem Hinweis der Tochter das Haus des Selbstmörders am Dienstag untersuchen wollte. Eine Nachbarin hat der Polizei eine Leiter gegeben, damit sie durch das obere Fenster ins Wohnzimmer schauen können, das sich in der ersten Etage befindet. „Dort haben sie dann die blutige Leiche entdeckt. Daraufhin hat der Vermieter das Haus aufgeschlossen, und Beamten der Spurensicherung haben in weißen Schutzanzügen das Haus untersucht“, sagt die Nachbarin. Später sei der Leichenwagen gekommen.

Weitere Einzelheiten hinsichtlich der Todesursache sind noch nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Thomas Kröger

Christian L. soll seine Frau gewürgt haben

Was war Christian L. für ein Mensch – der Mann, der seine 48-jährige Frau brutal ermordet haben soll? Die Vöhrumer Nachbarn „Im Kohlweg“ können nur wenig über den 43-Jährigen sagen, „denn er war ein sehr verschlossener Mann, der keinen Kontakt gewünscht hat“. Er sei sehr schlaksig gewesen und habe längere dunkle Haare gehabt.

Gewohnt hat der Mann seit 2008 in dem kleinen, grauen Haus – unten sind Küche, ein kleines Zimmer und Bad, während sich das Wohn- und Schlafzimmer in der ersten Etage befindet. Dort wurde die blutige Leiche gefunden. Gardinen gibt es nicht vor den Fenstern, die Räume wirken mit nur wenig Möbeln seltsam leer.

Eine Nachbarin sagt der PAZ: „Ich glaube, er hat unter Depressionen gelitten und soll teilweise aggressive Ausbrüche gehabt haben. Seine Frau hat einmal gesagt, dass er sie gewürgt habe.“ Gesehen hat die Anwohnerin Christian L. nur, wenn er mit dem Fahrrad zum Einkaufen gefahren ist – der Vöhrumer war arbeitslos. „Tagsüber hat er meistens geschlafen, und nachts hat oft das Licht gebrannt“, weiß sie.

Seine Frau sei im vergangenen Herbst aus dem gemeinsamen, kleinen Haus ausgezogen. Eine andere Nachbarin erklärt: „Vorher hat es häufig Krach zwischen den beiden gegeben, und deswegen ist sie ausgezogen. Außerdem hat sich die Frau über die Feuchtigkeit im Haus beschwert. Mir hat sie gesagt, sie könne es nicht mehr aushalten und müsse raus.“

Die 48-Jährige ist mit fast allen Möbeln nach Hohenhameln gezogen, hat aber regelmäßig noch ihren Mann in Vöhrum besucht. „Man hat sie selten draußen gesehen, nur einmal haben sie Federball auf der Straße gespielt“, erinnert sich eine Anwohnerin.

Doch trotz des seltsamen Verhaltens von Christian L. kann sich niemand vorstellen, „dass er wirklich seine Frau so brutal ermordet und dann Selbstmord verübt hat“. Nein, so etwas habe es im ruhigen Vöhrum noch nicht gegeben.

tk

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