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Erstmals brütende Kraniche im Kreis

Peine Erstmals brütende Kraniche im Kreis

Kreis Peine. Erstmals konnten jetzt in einem Peiner Feuchtgebiet brütende Kraniche nachgewiesen werden. Anfang Mai habe der Hildesheimer Ornithologe Peter Becker zusammen dem Pfarrer Ewald Bührig nach langem Warten fernab von einem Feldweg ein Brutpaar entdeckt - das Weibchen auf dem Nest, berichtet der Peiner Biologe Professor Dr. Hans Oelke.

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Zur Bestätigung des Brutplatzes sei er als Zeuge herangezogen worden. Wo sich das Gebiet befindet, wird aus Schutzgründen verschwiegen.

„Um die Brut nicht zu gefährden, unterblieb die genaue Suche nach Nest samt Eiern“, schildert Oelke. Nur in den frühen Morgen- und späten Abendstunden gelang es, eine Brutablösung zu beobachten. Die im Frühjahr so lauten Trompetenrufe waren im Mai so gut wie verstummt. Ein Partner hielt ständig Wache, bisweilen im hohen Bewuchs völlig verdeckt. Gefahren lauerten in de Nähe durch Fuchs und eine Rinderherde, die ein Kranich mit lauten Rufen und ausgebreiteten Flügeln vom Nestplatz wegtrieb.

Nach Wochen der Abwesenheit sah Becker am 19. August die zwei Altvögel mit einem Jungvogel offen in dem Feuchtgebiet stehen. „Noch vor dem Abflug der Vögel zu ihrem herbstlichen Rastplatz, wahrscheinlich in die Diepholzer Moorniederung, hatte ich am 25. September das Glück, die Kranichfamilie aus einem etwa 30 Meter entfernten Versteck zu bewundern“, erklärt Oelke. Der etwas bräunliche Jungvogel hatte schon die Größe der Altvögel. Um die Kraniche gruppierten sich zehn Grau- und ein Silberreiher.

„Hinweise auf Kranichbrut gab es schon mehrfach in den vergangenen Jahren aus mehreren Peiner Feuchtgebieten. Zu einem konkreten Brutnachweis hatte es aber bisher noch nicht gereicht“, berichtet er. Gegenwärtig gebe es in Niedersachsen etwa 920 Brutpaare, konzentriert im Norden und Osten mit Anschluss an die Schwerpunkte in Mecklenburg-Vorpommern. Weder im 18. noch im 19. Jahrhundert haben nach Kenntnis der vogelkundlichen Literatur im Peiner Raum jemals Kraniche gebrütet. Wahrscheinlich muss man laut Oelke in die wirren Zeiten des 30-jährigen Krieges (1618-1648) zurückgehen, um hier Platz für brütende Kraniche zu finden.

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