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Ernte 2013: Hohe Einbußen erwartet

Peine Ernte 2013: Hohe Einbußen erwartet

Peine. Klirrende Kälte, Massen von Wasser, andauernde Hitze und heftige Hagelschäden: Die Peiner Landwirte sind von den Wetterkapriolen in erheblichem Maß betroffen. Vor allem Spargel und Erdbeeren brachten nicht die erwünschten Ergebnisse, aber auch Mais, Getreide und Rüben bereiten den Landwirten Sorgen.

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Kreislandwirt Wilfried Henties (rechts) und sein Kollege Carsten Schmidt prüfen die Qualität der Wintergerste.

Quelle: hui

„Die Kälte hat dem Spargel trotz Folie zugesetzt, der Boden hat sich nicht erwärmt und teilweise standen die Äcker auch ganz unter Wasser“, sagte Arne Wöhler vom Spargelhof Wöhler in Edemissen. Einige Kollegen hätten deshalb die Erntezeit über Johanni, den 24. Juni, hinaus noch zwei Wochen verlängert. Für Wöhler kam das nicht in Frage. „Die Pflanzen waren sowieso schon gestresst, da kann ich sie nicht auch noch länger ausbeuten - was kommt dann nächstes Jahr?“ Gut ein Drittel weniger Spargel habe er in dieser Saison verkaufen können.

Ähnliches hat Maik Wiedemann zu berichten: „Die Erdbeerernte im Freiland verzögerte sich um gut zwei Wochen, im Folientunnel waren es immerhin auch vier Tage“, sagte der Landwirt aus Bettmar. Zudem habe die Maikälte großen Schaden angerichtet. „Und als sie endlich soweit waren, fingen die Ferien an, und viele fuhren in den Urlaub“, sagte Wiedemann. Dank geschickter Sortenwahl kann er voraussichtlich bis Mitte August noch Erdbeeren liefern. Aber auch dies würde den Verlust von gut 20 Prozent nicht mehr ausgleichen. Glücklicherweise haben beide Landwirte kaum Hagelschäden zu verzeichnen. Zum ersten Mal hatte Wiedemann vorsorglich Hagelschutznetze eingesetzt, wie sie in Süddeutschland gebräuchlich sind. „Aber wir haben hier überhaupt nichts davon gespürt“, sagt der Erdbeerbauer.

Wie er seien die meisten seiner Kollegen gegen Hagel versichert, sagt Kreislandwirt Wilfried Henties. „Aber wenn die Arbeit von einem ganzen Jahr unrettbar vor einem am Boden liegt, ist das einfach erschütternd - ohne oder mit Versicherung!“

Den wetterbedingten Rückstand werden Mais und Zuckerrüben nicht mehr aufholen, erklärte er. Dafür hätten die aber den Hagelsturm relativ unbeschadet überstanden - im Gegensatz zu Raps und Getreide: Die Rapsernte wurde in den betroffenen Gebieten fast ganz vernichtet. Beim erntereifen Getreide sei ein Schwund von 30 bis 60 Prozent zu beklagen.

Frühkartoffeln waren ebenfalls knapp, weshalb aber relativ gute Preise erzielt werden konnten. Auf eine Prognose für die späten Sorten ließ Henties sich nicht ein. „Da müssen wir abwarten, was noch kommt!“

Dem Sommerweizen hatten schon die sehr hohen Temperaturen - auf Höhe der Ähre etwa 40 bis 45 Grad - bei der Abreife und Eiweißanlage arg zugesetzt. Es sei schon eine Ironie, dass es im Mai über die Maßen geregnet habe, dafür jetzt aber die Feldfrüchte vertrocknen. „Aber wir wollen nicht klagen. Gute Jahre, schlechte Jahre - das gehört zu unserem Job“, sagte Henties.

hui

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