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Erheiternd und ernst zugleich: „Kalender Girls“ regte zum Nachdenken an

Peine Erheiternd und ernst zugleich: „Kalender Girls“ regte zum Nachdenken an

Traurig, lustig und zum Nachdenken anregend - der Theaterabend in den Peiner Festsälen mit den „Kalender Girls“ war keine leichte Kost.

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Ausverkauftes Haus: Das Publikum war gleichermaßen erheitert und nachdenklich über das Stück „Kalendergirls“ in den Festsälen.

Quelle: rb

Wer eine reine „Frauen-Komödie“ erwartet hatte, sah sich getäuscht.

Zu lebensecht war die Darstellung des schleichenden Abschieds einer Frau von ihrem krebskranken Ehemann, zu wahr wurde die Geschichte einer Freundschaft von sechs sehr unterschiedlichen Frauen erzählt. Doch die Pointen stimmten und sorgten für laute Lacher bei den Zuschauern, trotzdem schwang unterschwellig immer eine gewisse Melancholie mit.

Schön und sehr traurig wurde die Geschichte erzählt von John, der seine Leukämie nicht besiegen konnte. Keine aufwändigen Bühnenbilder, sondern Symbolik beherrschten die Szenen: Anhand der Feste ihm „Frauenverein“ verging das Jahr und auch Johns Lebenszeit, die Sonnenblumen als Mutmacher und Zeichen des Lebens symbolisierten die Hoffnung. „Wo immer Licht ist, diese Blumen werden es finden“, gab John den Frauen als Abschiedsgruß mit auf den Weg.

Das „Danach“ wurde nun ein pfiffiges Gesamtkunstwerk: Um ein neues und vor allem bequemes „Verwandten-Sofa“ für die Krebsstation des Krankenhauses kaufen zu können, brauchten die Frauen Geld. Die Idee zu einem Akt-Kalender entstand. „Fleisch verkauft sich gut“, waren sie sich einig. Generell ziehen sich Frauen im gesetzten Alter nicht so einfach aus, um sich dann auch noch fotografieren zu lassen. Die Entwicklung der einzelnen Ladies bis zum großen Fotofinale vor der Pause war sehr unterhaltsam.

Mehr angedeutet als gezeigt - das galt nicht nur für die Aktfotos, die die Frauen für den Kalender machen wollten, sondern für das gesamte Stück. Witzige Requisiten und geschickte Inszenierungen ließen die Fotostrecke zu einem gelungenen und für Heiterkeit sorgenden Akt werden. Mit dem Erfolg des Kalenders kamen aber auch die Probleme. Lebensnah wurden die Stolpersteine lebenslanger Freundschaften und plötzlichen Erfolgs aufgezeigt. Trotz großartiger Pointen war es dabei nicht nur lustig. Die Akteure beherrschten das Spiel der Zwischentöne wunderbar und machten so das schon sehr erfolgreich verfilmte Stück, das auf einer wahren Geschichte basiert, zu einem Theatergenuss.

Das Publikum im ausverkauften Haus dankte die bravouröse Vorstellung mit lang anhaltendem Applaus und intensiven Gesprächen über das Stück während der Pause und auf dem Heimweg.

gs

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