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Erdnussfreie Zone in der Burgschule

Peine Erdnussfreie Zone in der Burgschule

Ein unglaublich positives Miteinander pflegen die Schüler an der Peiner Burgschule: Da ein Neuntklässler an einer hochgradigen Erdnuss-Allergie leidet, haben sich seine Mitschüler dazu entschieden ein erdnussfreies Klassenzimmer zu gründen.

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Nahm die Auszeichnung der erdnussfreien Schule vom Nuss/Anaphylaxie Netzwerk an: Schulleiter Jan-Philipp Schönaich (2.v.l.).

Quelle: mgb

Peine. Nach einigen Jahren entschieden sich auch die Kinder und Jugendliche der gesamten Grund- und Hauptschule dazu, auf erdnusshaltige Lebensmittel zu verzichten – zumindest auf dem Schulgelände. Gestern wurde die Burgschule vom Nuss/Anaphylaxie-Netzwerk für dieses Engagement ausgezeichnet und zur erdnussfreien Schule erklärt.

Verstöße gegen das Erdnuss-Verbot werden jedoch nicht geahndet, solange sie nicht vorsätzlich sind. Im Vordergrund der Entscheidung steht vielmehr das Verständnis für die Gefahren einer Nahrungsmittel-Allergie und die Rücksichtnahme gegenüber den Betroffenen.

Doch bevor die Schule zur erdnussfreien Zone ernannt wurde, war es ein langer Weg: „Vor etwas längerer Zeit haben die Schüler immer wieder Nic-Nac‘s-Tüten mit zur Schule genommen. Schon in den Fluren hat es sehr nach Erdnüssen gerochen – da mussten wir immer den Schüler zu seiner Sicherheit nach Hause schicken“, schilderte die Klassenlehrerin Astrid Bollmann. Nachdem sich die Vorfälle gehäuft hatten und mehrmals Türklinken, Tische und Stühle gewischt werden mussten, baten die Schüler um Hilfe bei der Schulleitung – die Idee der erdnussfreien Zone war geboren.

Nicht nur die Initiative der Schüler trägt zu einem tollem Schulklima bei, sondern auch der Einsatz der Lehrkräfte: Diese haben sich nämlich rund um das Thema Allergien bestens informiert und können im Fall eines lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schocks schnell handeln. „Auch die besten Freunde des betroffenen Schülers wurden geschult. Sie können im Fall einer Reaktion auch die lebensrettende Adrenalinspritze setzen“, erklärte Schulleiter Jan-Philipp Schönaich.

mgb

INFO

Erdnüsse können bei einer entsprechenden Nahrungsmittel-Allergie bereits in geringen Mengen lebensbedrohliche Reaktionen auslösen. In ihrer maximalen Ausprägung spricht man vom anaphylaktischen Schock.

Betroffen sind dabei in erster Linie Atemwege, Magen-Darm-Trakt, Haut oder Herz-Kreislaufsystem – manchmal auch alle Organsysteme. Die häufigsten Symptome sind: Hautrötung, Übelkeit, Atemnot, Unruhe, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit. Der Verlauf eines anaphylaktischen Schocks kann auch mit Herzstillstand und Tod enden.

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