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Ensemble Noisten präsentierte Multikulti-Klezmer

Peine Ensemble Noisten präsentierte Multikulti-Klezmer

Peine. Mit den Nischen, besonders denen im professionellen Musikbetrieb, ist das so eine Sache. Der Klezmer, also die Bewahrung und Pflege der Unterhaltungs- und Hochzeitsmusik der osteuropäischen Juden, hat sich so eine sehr erfolgreich erobert.

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Klezmer-Konzert im Peiner Forum: Vom Stil her eine Nische in der Nische.

Quelle: im

Eine Nische in der Nische besetzt Reinhard Noisten mit seinem Ensemble. Er kombiniert Klezmer mit anderen Musikrichtungen, beispielsweise türkischer oder tamilischer Folklore aber auch mit Jazz.

Mit seinem Ensemble war er jetzt im Peiner Forum zu Gast und präsentierte einen makellosen Musikvortrag.

Wenn Gitarre, Bouzouki, Kontrabass und Jembe Noistens Klarinettengesang umschmeicheln, klingt das aufregend und im Wortsinne unerhört – wenn man bereit ist, das sonst übliche, von Akkordeon und Geige geprägte Klezmer-Klangbild zu Gunsten Noistens musik-ökumenischer Annäherung an andere Musikrichtungen auszublenden.

Das Ensemble erzeugt im Parkett wohlwollendes Interesse, wenn denn auch der „Funke“ zunächst nur bei wenigen wirklich schwungvollen Stücken überspringt. Dabei versucht Noisten als Moderator und Frontmann alles, um mit dem Publikum verbal auf Tuchfühlung zu kommen. Allerdings kommt zu seiner rhetorischen Schwäche ein dem Publikum nicht verborgener Dauer-Kampf mit der Verstärkerverkabelung seines Instruments, von dem sich zuletzt sogar während eines Stücks das Mikrofon löst – und wobei man feststellt, dass der Musiker ohne elektronischen Firlefanz viel authentischer klingt.

Erschwerte Berufs-Bedingungen also, bei der die Spielfreude, also das Gefühl für die musikalische Mystik, auf der Strecke bleibt und sich die bewegende neue Kombination nur unvollständig ins Parkett transportiert. Das alles gipfelt im Zwischenruf aus dem Parkett, ohne Verstärkung habe es „so toll geklungen“.

Noistens Rat- und Sprachlosigkeit darüber geht sogar dem Publikum zu Herzen. Es muntert mit großzügigem Applaus auf, den sowohl der Ensemble-Chef als auch seine Musiker mit routinierter Spiellaune quittieren.

Shan Shan-Dewaguruparan beispielsweise mit rasantem Trommelsolo und immer innovativer Perkussion. Andreas Kneipp lässt sich mit seinen in Jazz und Rock erprobten Bassläufen nicht lumpen und präsentiert darüber hinaus seine Profession auf der Ukelele, und Gitarrist Claus Schmidt brilliert auch auf der griechischen Bouzouki.

Mit dem ersten Teil der ersten Zugabe überraschen Noisten und Kollegen das Publikum mit (fast) klassischem Klezmer und ernten dafür (beinahe) enthusiastischen Applaus.

uj

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