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Emotionales „Kneipengespräch“ der CDU Peine

Peine Emotionales „Kneipengespräch“ der CDU Peine

Peine. Sehr emotional ging es beim 19. Kneipengespräch des CDU-Ortsverbands Peine im Schützenhaus zu. Das Thema des Abends lautete: „Was ist uns die Betreuung unserer Kinder wert?“

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Beim Kneipengespräch im Schützenhaus.

Quelle: rd

Eine Antwort auf diese Frage gab Thorsten Müller, Fachbereichsleiter Soziale Dienste/Wohnkonzepte des Landesverbandes der Johanniter-Unfall-Hilfe, der einige interessante Zahlen und Fakten präsentierte.

Intensiv diskutiert wurde in der Runde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - und dabei besonders um die Verfügbarkeit und Finanzierbarkeit von Betreuungsplätzen. Müller erläuterte die Rahmenbedingungen der Finanzierung von Kindergärten in Niedersachsen und ging dabei auf ein besonders interessantes Projekt ein, das von der Johanniter-Unfall-Hilfe realisiert wird: die betriebliche Kinderbetreuung.

Die Johanniter haben bereits sechs betriebsnahe Kindertagesstätten in Niedersachsen errichtet. Anders als bei herkömmlichen Kindergärten sind solche Kitas einem Betrieb angegliedert. Unternehmen können in einem Kindergarten für fünf Jahre Plätze „kaufen“ und diese ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Bei den Johannitern wird in einer solchen Einrichtung ein besonderes Augenmerk auf die Sprachförderung, auf bilinguales Arbeiten sowie eine frische Küche gelegt. „Das Zubereiten von Mahlzeiten erfolgt hier mit den Kindern zusammen, was einen hohen pädagogischen Wert hat“, erklärte der Fachmann.

Interessiert folgten die Teilnehmer diesen Ausführungen - in der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass eine solche Einrichtung auch für das Peiner Land interessant sein könnte. Jedoch bremste Müller die Euphorie ein wenig: „Solche Betriebskindergärten sind nur für Branchen interessant, in denen es einen Fachkräftemangel gibt. Es ist eben eine Frage der Finanzierung, denn Unternehmen leisten einen Beitrag von 250 Euro der Gesamtkosten von 1457 Euro pro Platz.“ Ein weiterer Punkt, der zur Sprache kam, war die Forderung von 24-Stunden-Kindergärten. Auch hier wusste Müller Rat „Die Nachfrage steigt immer mehr, das merken wir auch. Allerdings sträubt sich das Kultusministerium vehement gegen diese Möglichkeit, die gerade Schichtarbeitern das Leben erleichtern würde.“

Den emotionalen Höhepunkt bildete dann die Diskussion um die Frage, wie es für Kinder nach weitergeht - ob im Hort oder in der Ganztagsgrundschule? Viele Eltern befürchten, dass zu viele Angebote die Kinder überfordern.

bol

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