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Elternräte fordern Erhalt der Förderschulen

Kreis Peine Elternräte fordern Erhalt der Förderschulen

Kreis Peine. Eine Petition zum Erhalt der Förderschulen haben die Elternräte der Pestalozzischule (Peine) und der Janusz-Korczak-Schule (Ilsede) gestern an die CDU-Kreistagsfraktion übergeben.

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Bei der Übergabe.

Quelle: mic

Die insgesamt 934 Unterschriften, die innerhalb von vier Wochen bei Eltern, Ärzten, Therapeuten und bei Privatpersonen gesammelt wurden, sollen nun an den Landkreis übergeben werden, mit der Bitte, diese an das Land Niedersachsen weiterzureichen.

Die Petition gehört laut dem Sprecher des Schulelternrates der Pestalozzischule, Thorsten Koch, zu einer Reihe von 48 Einzelaktionen in Niedersachsen, bei der bereits 140 000 Unterschriften gesammelt wurden.

In der Petition heißt es: „Wir fordern den Erhalt der Förderschulen in Niedersachsen, da wir es für wichtig halten, dass die Schulvielfalt erhalten bleibt.Durch die Abschaffung ganzer Schulformen wird das Wahlrecht der Eltern beschnitten beziehungsweise ganz abgeschafft. Wir brauchen für unsere Kinder eine individuelle und gezielte Förderung. Nicht bei jedem Kind ist der Förderbedarf gleich. Bei manchen Kindern reicht die Förderung innerhalb der Inklusion nicht aus. Sie brauchen außerdem den geschützten Raum der Schule zur freien Entfaltung. Auch diese Kinder brauchen eine Chance auf eine vernünftige Schulbildung. Weiterhin fordern wir, dass die Schulform Förderschulen nicht aus dem niedersächsischen Schulgesetz gestrichen wird.“

Nach aktuellem Stand laufen die Förderschulen Lernen wie die Janusz-Korcak-Schule in Ilsede vor dem Hintergrund des Inklusionsgesetzes sukzessive aus. In Ilsede bedeutet das, dass es aktuell in der Unterstufe nur noch die dritte und vierte Klasse gibt. Die Schule hat derzeit noch 92 Schüler. Nach dem Wegfall der dritten Klasse zum nächsten Schuljahr sind es nur noch 72.

Etwas anders ist die Situation an der Pestalozzischule in Peine, die eine Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und Sprache ist. Dort gibt es Kombi-Klassen in den 5., 6. und 7. Klassen und derzeit ingesamt noch rund 120 Schüler.

Schulelternrat Koch sagte: „Es gibt Gutachten, nach denen bestimmte Kinder eine Förderschule besuchen sollten, weil sie nicht inklusiv beschulbar sind. Das ist vielen Regierungsverantwortlichen nicht bewusst.“ Susan Loewe vom Schulelternrat der Janusz-Korczak-Schule Ilsede ergänzte: „Wir sind ja nicht total gegen Inklusion. In vielen Fällen läuft es ja gut. Aber einige Kinder leiden eben auch darunter, dass sie nicht das können, war ihre Klassenkameraden können.“

Mit der Petition wolle man versuchen, die Landesregierung zum Umdenken zu bewegen, und wenigstens einige Förderschulstandorte zu erhalten.

mic

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