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Eltern eines behinderten Sohnes ärgern sich über Krankentransport

Unmut über Rettungsdienst-Einsatz Eltern eines behinderten Sohnes ärgern sich über Krankentransport

Großen Unmut gibt es bei Judith und Carsten Meier aus Woltorf über einen Rettungsdienst-Einsatz Anfang Dezember 2016. Ihr 16 Jahre alter und mehrfach schwerstbehinderter Sohn Tom erlitt einen aus ihrer Sicht lebensbedrohlichen Krampfanfall und benötigte dringend ärztliche Hilfe.

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Judith und Carsten Meier aus Woltorf mit ihrem Sohn Tom.

Quelle: Antje Ehlers

Woltorf. Die Betreuung durch die Rettungssanitäter wurde von den Eltern jedoch „als unangebracht und inkompetent empfunden, wichtige Untersuchungen und gezielte Fragen zur Vorgeschichte blieben aus“.

Es seien keinerlei Maßnahmen zur Beruhigung der auch für die Eltern stressigen Notfallsituation getroffen worden, bedauern sie. Judith Meier sagte: „Ein ebenfalls angeforderter Notarzt stand zu Beginn des Einsatzes noch nicht zur Verfügung, traf jedoch kurz vor dem Transport in die Klinik ein, bestätigte einen Krampfanfall und begleitete unseren Sohn in die Klinik.“

Verwunderlich für die Woltorfer war, dass der Rettungswagen nicht die übliche Strecke, sondern einen mit mehreren Bahnübergängen besetzten Weg über Dungelbeck genommen habe. Durch den Zugverkehr bedingt geschlossene Schranken hätten die Fahrt verzögert.

Als kurze Zeit später die Mutter, selbst gelernte Krankenschwester, in der Klinik eintraf, sei das Rettungsteam bereits auf dem Rückweg gewesen. Vor Ort habe man nicht gewusst, ob bei der Übergabe des Patienten ein Arzt anwesend gewesen sei. Die Eltern gehen davon aus, „dass seitens der Sanitäter ein absolutes Desinteresse an dem Patienten und seinem Wohlergehen vorlag“.

Der Sprecher des Landkreises Peine, Henrik Kühn, widerspricht nach Einsicht in die Stellungnahmen des Rettungsdienstes und des Notarztes den Vermutungen der Familie Meier. „Aus den uns vorliegenden Stellungnahmen und Transportberichten gingen weder Desinteresse noch fachliche Inkompetenz hervor, wie es die Eheleute Meier vorwerfen. Die Dokumentation des Einsatzes und die erfolgten Maßnahmen waren schlüssig und ohne medizinische Versäumnisse. Der Transport in die Klinik erfolgte bei stabilem Zustand in Arztbegleitung. Jedoch wurde der Sachverhalt zum Anlass genommen, den Beschäftigten im Rettungsdienst allgemeingültige Hinweise für die Wahl ihrer Wegestrecken zu geben“, ließ Kühn verlauten.

Weitergehende Informationen zum Gesundheitszustand hätten sich Sanitäter und Arzt schon am Einsatzort gewünscht. Ebenso habe man bei Familie Meier um Entschuldigung und Verständnis dafür gebeten, dass in zeitkritischen Situationen das Patientenwohl im Vordergrund stehe.

„Uns geht es nicht darum, den Berufsstand der Rettungssanitäter in Frage zu stellen“, betonten Judith und Carsten Meier. „Vielmehr ist es uns wichtig, dass gerade in dieser Berufsgruppe die Menschen für die Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen sensibilisiert werden. Wir hoffen, dass das Auftreten der beiden Herren ein Einzelfall bleibt“, fügten sie hinzu.

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