Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 0 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Eltern beklagen: Zu wenige Kinderärzte

Ärztemangel im Peiner Land Eltern beklagen: Zu wenige Kinderärzte

Die kinderärztliche Versorgung im Peiner Land liegt laut dem Gemeinsamen Bundesausschuss bei 150 Prozent. Viele Eltern können diese Zahl aber nicht nachvollziehen - schließlich sei es immer wieder vorgekommen, dass Kinderärzte im Peiner Raum junge Patienten abgewiesen hätten.

Voriger Artikel
Dr. Evers blickt auf Höhepunkte 2016 zurück
Nächster Artikel
Konzert in der St.-Jakobi-Kirche

Der Groß Bültener Hausarzt Dr. Friedrich Scheibe untersucht auch Kleinkinder und stellt gegebenenfalls eine Überweisung an den Facharzt aus.

Quelle: Archiv

Kreis Peine. Eltern mussten teils weite Wege in Kauf nehmen, um ihren Nachwuchs untersuchen zu lassen.

Deshalb war das Interesse auch sehr groß, als in Hohenhameln eine SPD-Veranstaltung zum Thema Kinderärztemangel stattfand. Zum Hintergrund: Die Hohenhamelner haben in der Umgebung keinen Kinderarzt und müssen lange Strecken für eine reguläre Untersuchung in Kauf nehmen. „Wir fahren zum Beispiel mit dem Auto bis nach Essinghausen“, schildert Nils Decker von der Hohenhamelner SPD. Das sei zwar umständlich, stelle für seine Familie aber kein Problem dar. Anders sieht es für Familien aus, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind.

Zudem hätten Kinderärzte oft auch keine Kapazitäten mehr frei, so dass nicht immer die nächstgelegene Praxis aufgesucht werden könne.

Auch Dr. Friedrich Scheibe, Kreisvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung und Arzt in Groß Bülten, kann diese Situation bestätigen und hat von einzelnen Fällen Kenntnis bekommen.

Er weist aber darauf hin, dass auch Hausärzte erkältete Kinder versorgen können. „Bei komplexeren Krankheiten werden wir natürlich eine Überweisung zum Kinderarzt ausstellen“, betont er.

Im echten Notfall dürfe kein Arzt ein Kind abweisen. „Das wird auch keiner tun“, betont Dr. Tanja Brunnert, Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Die jeweiligen Ärzte würden falls nötig deshalb ihre reguläre Arbeitszeit verlängern.

„Aber: Ärzte werden im Rahmen von Plausibilitätsprüfungen regelmäßig mit ihrer Abrechnung kontrolliert. Sie dürfen in der Regel nur an drei Tagen im Quartal mehr als zwölf Stunden pro Tag abrechnen“, erklärt Brunnert. Sofern ein Arzt also keine Kapazitäten mehr hat, muss er einen Patienten ablehnen, was bei einigen Kinderärzten im Peiner Land offenbar der Fall ist.

Seit es aber in Lengede keinen Kinderarzt mehr gibt, wird diese Zwölf-Stunden-Regelung für den Peiner Bereich auf Antrag der Praxis aufgehoben“, so Scheibe.

mgb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Peiner Autofrühling
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung