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Elmeg-Abriss soll bis Frühjahr abgeschlossen sein

Industriebrache wird Wohnsiedlung Elmeg-Abriss soll bis Frühjahr abgeschlossen sein

Meterhohe Berge aus Bauschutt, Holz und Altmetall türmen sich bereits. Der Gebäude-Abriss auf dem ehemaligen Elmeg-Gelände in Telgte hat begonnen und soll im Frühjahr abgeschlossen sein. Ein Projektentwickler plant dort bis zu 250 neue Wohnungen, ein Demenzdorf und ein Mietlager.

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Blick auf das Elmeg-Gelände in Telgte: Dort laufen seit einigen Tagen die Abrissarbeiten.

Peine. Insgesamt stehen auf dem 33 000 Quadratmeter großen Gelände mehr als 30 Gebäude, wovon im ersten Schritt 13 zurückgebaut werden sollen. Dazu zählt auch der größte Komplex, in dem 2015 der Dachstuhl ausbrannte.

Für den Abriss des grünen, rund 20 Meter hohen Gebäudes rückt nächste Woche Spezialgerät an: ein sogenannter Longfront-Bagger, wie er derzeit auch an der Mälzerei am Peiner Hauptbahnhof im Einsatz ist. Derartige Bagger sind für Arbeiten in großen Höhen konzipiert. Unterdessen sind einige kleinere Gebäude, die sich auf der rückwärtigen, zum Moor gelegenen Seite befanden, bereits abgetragen worden.

Beim Rückbau werde streng auf die Entsorgungsrichtlinien geachtet, versicherte der Projektentwickler, der namentlich noch nicht genannt werden möchte, gegenüber der PAZ. Unter anderem sei in den Gebäuden Eternit - auch Well-Asbest genannt- verbaut gewesen.

In enger Absprache mit dem Landkreis Peine soll im nächsten Schritt das Erdreich unter dem Gebäude 22 untersucht werden, um mögliche weitere Altlasten auszuschließen. Bestätigt ist auf dem Gelände bislang lediglich eine rund 800 Quadratmeter große Fläche, die mit Fluorkohlenwasserstoff (FKW) belastet ist.

Inzwischen liegen unter anderem Schall- und Verkehrsgutachten vor, die der Umsetzung des derzeit geplanten städtebaulichen Konzepts nicht im Wege stehen. Nächster Verfahrensschritt ist die öffentliche Auslegung des zu ändernden Bebauungsplans, die ab Anfang 2017 von den städtischen Gremien beraten werden könnte.

Bei günstigem Verlauf könnte etwa im Spätsommer des Jahres 2017 eine planungsrechtliche Basis für einen Neustart auf dem Elmeg-Gelände hergestellt sein, erklärte die Sprecherin der Stadt Peine, Petra Neumann auf PAZ-Anfrage. Eine Garantie für diese Zeitschiene gebe es allerdings nicht. Laut dem Planer könnte ab 2017 dann auch neu gebaut werden.

Rückbau des Elmeg-Geländes im Peiner Stadtteil Telgte: 250 Wohnungen sollen auf dem ehemaligen Industrie-Areal entstehen.

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Elmeg-Entwickler kauft Bahn-Trasse

Zusätzlich zu dem rund 3,3 Hektar großen Elmeg-Gelände hat der Projektentwickler jetzt auch die dahinter liegende, stillgelegte Bahn-Trasse erworben. Die Gesamtfläche des Schienenstrangs und des Gleisbetts betrage rund 12.000 Quadratmeter. Geplant ist nach aktuellem Stand, darauf einen Fuß- und Radweg anzulegen, der die künftige Wohnbebauung umschließt. Aktuell läuft bereits ein Entwidmungsverfahren, das für die Umnutzung von alten Bahngleisen obligatorisch ist. Das Teilstück der Trasse, das der Projektentwickler gekauft hat, reicht von der Grundstücksgrenze zum Verpackungshersteller Deufol im Nordwesten bis zum bereits zurück gebauten Bahnübergang an der Vöhrumer Straße im Südwesten.

Der größte Teil der Bahntrasse gehörte einst zur Schachtanlage „Grube Peine“, wo von 1939 bis 1969 Eisenerz gefördert wurde. Ein weiteres Stück ist ein Teil der früheren Bahnstrecke Plockhorst – Peine. Die eingleisige, 16,1 Kilometer lange Nebenbahn verband ab 1922 Peine und Celle. Der Personenverkehr wurde bereits 1958 eingestellt. Der Abschnitt zwischen Peine und Stederdorf wurde noch im Güterverkehr bis 2003 betrieben.

Der Planer sieht den Fuß- und Radweg als sinnvolle Ergänzung zum bereits bestehende Wegenetz durch das Barumer Moor.

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