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Elf Drogentote: Peiner erinnern an die Verstorbenen

Peine. Elf Drogentote: Peiner erinnern an die Verstorbenen

Einen Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige veranstaltete am Montag die Selbsthilfegruppe JES-Peine (Junkies, Ehemalige und Substituierte) zusammen mit dem Lukas-Werk vor der St.-Jakobi-Kirche.

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Erinnerung an die Drogentoten: Stefan Ritschel und Meike Rösemann bei der gestrigen Gedenkveranstaltung vor der Jakobi-Kirche.

Quelle: vl

Direkt in der Innenstadt hatten die JES-Mitglieder eine rote Decke ausgebreitet und Steine, Kreuze sowie Blumen darauf verteilt. „Die Namen auf den Steinen stehen für die an Drogen verstobenen Menschen aus Peine. In den letzten Jahren gab es elf Tote hier im Kreis“, erzählte Stefan Ritschel von JES-Peine, einer der Veranstalter der Aktion.

„Der Gedenktag soll ein Zeichen sein. Drogenabhängige sollen genauso viel Akzeptanz erfahren wie jeder andere auch“, sagte Ritschel. Er ist seit sieben Jahren in der Selbsthilfegruppe JES-Peine tätig. Die Reaktionen der Passanten auf die Veranstaltung in der Innenstadt waren sehr unterschiedlich. „Einige kommen mit uns ins Gespräch, aber es gibt auch Fälle, da muss man sich Sprüche anhören“, meinte Ritschel. Das sei auch der Grund, warum einige der Beteiligten nicht ihren Namen verraten wollten. Sie hätten Angst, benachteiligt zu werden, dennoch gingen sie auf die Passanten zu und verteilten Rosen sowie Flyer.

„Helfen bringt mehr, als sich zu verstecken und irgendwie muss man auf das Thema aufmerksam machen“, so Meike Rösemann, Sozialpädagogin im Lukas-Werk in Peine.

Das Lukas-Werk betreut derzeit rund 70 Substituierte im Alter von 19 bis 65 Jahren aus dem ganzen Landkreis. Zusammen mit dem JES-Peine werden immer wieder Aktionen zur Hilfe von Abhängigen veranstaltet.

Den Gedenktag gibt es bereits mehrere Jahren in Peine. Auch in vielen anderen deutschen Städten werden am 21. Juli ähnliche Aktionen durchgeführt. Mit dem Motto „Leben retten“ sollen Bevölkerung und Politik auf das Thema aufmerksam gemacht werden. In den vergangenen 24 Jahren sind bundesweit über 33 000 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen gestorben. Mehr als 1000 Drogentote waren 2013 gezählt worden.

vl

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