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Ekel-Fleisch: Schlachter zu 1800 Euro Strafe verurteilt

Peine Ekel-Fleisch: Schlachter zu 1800 Euro Strafe verurteilt

Weil ein Schlachter aus dem Kreis Peine in seinem Betrieb unter unhygienischen Zuständen Lebensmittel hergestellt, gelagert, verkauft und damit gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen hatte, ist er jetzt vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden. Der Kompagnon, mit dem er den Betrieb zusammen gegründet und geführt hatte, blieb der Verhandlung unentschuldigt fern.

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Gericht Peine: Hier wurde verhandelt.

Quelle: Archiv

Reste von Fleisch, Blut, Knochen und anderem Gewebe sowie Rost in und an den Arbeitsgeräten, Arbeitsflächen, Wänden und Decken; Schimmel in Ecken und Fliesenfugen; unsaubere Schläuche und zerschlissene Maschinenteile; Lebensmittel wie Därme zur Wurstherstellung in einem Kühlraum gelagert, dessen Kühlung nicht funktionierte: „Diese Fotos sind ekliger, als jegliche Schilderung diese Zustände beschreiben könnte“, sagte der Staatsanwalt nach Ansehen der Aufnahmen, die Mitarbeiter des Landkreises bei einer Überprüfung der Peiner Fleischerei angefertigt hatten.

Obwohl der Landkreis schon einmal bei einer Kontrolle angemahnt hatte, die unhygienischen Zustände innerhalb einer bestimmten Frist einzustellen, war es beim zweiten Besuch der Lebensmittelkontrolleure noch schlimmer geworden, wie ein Mitarbeiter des Landkreises als Zeuge vor Gericht aussagte. Er schilderte weitere unappetitliche Details wie beispielsweise faulige Gerüche aus den Bodenabläufen.

Nach der Beschreibung des Angeklagten war er für den Bereich mit Kundenkontakten zuständig, also täglich von 9 bis 19 Uhr für den Verkauf im Laden und Bestellungen für den Partyservice. Sein Partner habe derweil in der Wurstküche das Fleisch und die Wurst für den Verkauf verarbeitet.

Zum Saubermachen sei er da nicht mehr gekommen, obwohl er um 14 Uhr Schluss gemacht habe. Für Reinigungskräfte habe der geringe Ertrag des Unternehmens nicht gereicht, ihm sei das Ganze über den Kopf gewachsen. Die Betreiber mussten Insolvenz anmelden und ihren Betrieb aufgeben.

„Sie haben gesehen, dass die Lebensmittel, die sie verkauft haben, unter Umständen hergestellt wurden, die in jedem Fall unzumutbar waren“, hielt der Richter dem ehemaligen Schlachterei-Betreiber vor.

hui

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