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Einwohnerverlust: Landrat will gegensteuern

Landkreis Peine Einwohnerverlust: Landrat will gegensteuern

Die Bevölkerung im Peiner Land sinkt in den kommenden 20 Jahren um 11,5 Prozent. Gleichzeitig steigt die Zahl der Senioren stark an. Das belegt eine Studie der Bertelsmannstiftung. Landrat Franz Einhaus (SPD) erklärt, dass die Weichen bereits jetzt gestellt werden, um auf diese Entwicklung zu reagieren.

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Kreis Peine . Während die Zahl der Einwohner im Peiner Land um rund 15 000 Einwohner sinkt, geht die Zahl der unter 18-Jährigen um 30 Prozent zurück. In gleicher Höhe steigt die Zahl der Rentner. Die Zahl der über 80-Jährigen steigt laut Bertelsmann-Prognose sogar um 62,1 Prozent.

„Die Tendenz ist deutlich“, sagt Einhaus, dem die Studie der Bertelsmannstiftung ebenfalls vorliegt. Allerdings sei nicht gesagt, dass die Prognose auch so eintreffe, wie es geschrieben stehe – allein schon, weil sich der Landkreis auf den Weg gemacht habe, um auf die Entwicklung zu reagieren und sie als Chance zu begreifen.

„Wir müssen zukunftsträchtige Wirtschaftszweige in Peine ansiedeln“, betont Einhaus. Die Stadt Peine habe dabei in der Logistik-Branche bereits einige Erfolge zu erzielen. Chancen gebe es aber auch, Unternehmen anzusiedeln, die Dienstleistungen rund um die Energie-Versorgung anbieten.

Einhaus nennt erste Schritte, mit denen der Landkreis schon reagiert hat:

  • Die Wirtschaftsförderung erstellt zurzeit eine Analyse des Fachkräftebedarfs in den Unternehmen.
  • Seniorenservicebüro und Pflegestützpunkt sollen die älter werdenden Peiner beraten. Auf diesen Säulen wird weiter aufgebaut.
  • Ganz aktuell ist der Kulturentwicklungsplan auf den Weg gebracht worden (PAZ berichtete). Senioren erwarten andere Kulturangebote als junge Menschen.

Gefordert seien aber auch die Gemeinden, sich auf die älter werdende Bevölkerung einzustellen, indem sie die Entwicklung der Ortskerne in den Ortschaften vorantreiben und eine Zersiedelung in Neubaugebieten an den Ortsrändern vermeiden, sagt Einhaus.

pif

Prognose für das Peiner Umland

Während das Peiner Land in den kommenden 20 Jahren etwa elf Prozent seiner Einwohner verliert, sieht es in der Region Hannover gleich nebenan nach der Prognose der Bertelsmannstiftung nicht so dramatisch aus. Die Bevölkerung geht dort um 1,5 Prozent zurück. In Braunschweig wird ein Rückgang von 5,2 Prozent prognostiziert. Viel dramatischer droht es in der Stadt Salzgitter (minus 19,1 Prozent) und im Landkreis Wolfenbüttel (minus 16,6 Prozent) zu werden.

Laut Studie sind 2030 knapp ein Drittel der Peiner über 65 Jahre, in Hannover sind es 26,7 Prozent, in Braunschweig nur 25,7 Prozent, während Salzgitter mit 31,7 Prozent erneut schlecht abschneidet.

pif

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