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Einbecker übernimmt Härke: Ziele sind Erhalt von Marke und Brauerei

Peine Einbecker übernimmt Härke: Ziele sind Erhalt von Marke und Brauerei

Die Einbecker Brauhaus AG übernimmt die Peiner Privatbrauerei Härke. Das gilt seit gestern als sicher. Das Konzept der Einbecker sieht den Erhalt der Traditionsmarke Härke sowie den Verbleib des Brauprozesses in Peine vor.

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Peine. Eine hohe sechsstellige Summe soll dafür bis zum Sommer investiert werden. Geplant ist jedoch, Verwaltung und Logistik sowie Teile des Vertriebs nach Einbeck auszulagern. Auch Arbeitsplätze sollen abgebaut werden.

Der Erhalt der Brauerei und der Marke Härke scheint gesichert: Der Gläubigerausschuss der insolventen Härke-Brauerei, der gestern Vormittag in Peine tagte, bewertete das Angebot der Einbecker mit Abstand als das Beste, teilte Insolvenzverwalterin Karina Schwarz per Pressemitteilung mit. Einbecker, das bereits seit Oktober 2011 Härke-Bier im Rahmen eines Kooperationsvertrags abfüllt, plane weiterhin den Vertrieb von Härke-Bieren im Kernabsatzgebiet. Dazu zählten Stadt und Landkreis Peine. Die aktuell notwendigen Investitionen in die Produktionsanlagen und die Kältetechnik am Standort Peine sollen bis Sommer erfolgen. Wie viel Geld dafür genau in die Hand genommen werden muss, wollte Einbecker Verwaltungs-Chef Werner Arzeus gestern auf PAZ-Anfrage nicht verraten. Nur so viel: „Es ist eine hohe sechsstellige Summe.“ Zur geplanten Übernahme sagte er: „Wir freuen uns riesig, dass unser Angebot favorisiert wird. Der für die Peiner wohl wichtigste Teil unseres Konzepts ist, dass Härke weiter in Peine gebraut wird.“

Formal perfekt ist das Geschäft indes noch nicht. Bereits am Montag sollen die Verhandlungen zwischen Einbecker und der Insolvenzverwaltung fortgeführt werden, um Details des Kaufvertrags festzulegen. Dabei wird es vermutlich auch um Arbeitsplätze gehen. Fest stehe, „dass zur Sicherung des Standorts ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen erfolgen muss“, heißt es in dem Papier der Insolvenzverwaltung. Konkretere Angaben gab es dazu nicht.

Zwecks Übernahme soll die Gesellschaft mit dem vielsagenden Namen „Härke Braumanufaktur“ gegründet werden. Neben Einbecker hatten ein privater Investor sowie eine Peiner Bietergemeinschaft (siehe unten) Gebote für Härke abgegeben. Insgesamt gab es zehn Interessenten.

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Das ist die Einbecker Brauhaus AG

Das Einbecker Brauhaus gehört zu den ältesten Brauereien in Deutschland. Erstmals wurde das Brauhaus 1378 urkundlich erwähnt.

  • Im vergangenen Jahr 2012 setzte die Brauhaus AG rund 690 000 Hektoliter ab und erwirtschaftete damit etwa 40 Millionen Euro.
  • In den Braustätten in Kassel und Einbeck sind rund 170 Mitarbeiter tätig.
  • Zu den Tochtergesellschaften mit etwa 80 Mitarbeitern gehören die Göttinger Brauhaus AG, die Martini Brauerei GmbH und die Hanse Service- und Logistik GmbH.
  • Die Hauptmarken aus dem Einbecker Brauhaus: Einbecker Brauherren Pils, Einbecker Bockbiere (Mai-Ur-Bock, Winterbock, Bock, hell und dunkel), Einbecker Pilsener, Nörten-Hardenberger, Martini Meister Pils und Edel Pils, Kasseler Jubiläumspils, Göttinger Edles Premium Pils.

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