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Einbecker kauft Härke: 16 Mitarbeiter werden übernommen

Peine Einbecker kauft Härke: 16 Mitarbeiter werden übernommen

Peine. Die Übernahme der Härke-Brauerei durch die Einbecker Brauhaus AG ist perfekt: Das gaben der Einbecker-Vorstand und Insolvenzverwalterin Karina Schwarz gestern bekannt.Zur Standortsicherung würde kurzfristig ein hoher sechsstelliger Betrag in den Braubetrieb investiert, Vertrieb und Vermarktung gestärkt. Von den 30 Arbeitsplätzen bei Härke, inklusive Geschäftsführung, sollen 16 erhalten bleiben.

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Härke-Brauerei in Peine.

Quelle: Michael Lieb (mic)

„Damit übernehmen wir die maximale Anzahl an Mitarbeitern, die unser Konzept zugelassen hat“, sagte Einbecker-Vorstand Lothar Gauß. Unter den 16 Mitarbeitern, die ab 2. Februar in der neuen Gesellschaft „Härke Braumanufaktur GmbH“ beschäftigt werden sollen, befinden sich auch die beiden bisherigen Geschäftsführer Matthias und Martin Härke. Welche Funktion sie künftig wahrnehmen, stehe noch nicht fest. Gauß betonte, dass die Auswahl der Mitarbeiter nach Funktion erfolgte. Übernommen werden demnach die meisten Mitarbeiter aus den Bereichen Produktion und Vertrieb. Logistik und Verwaltung sollen in Einbeck zentralisiert werden. Die Abfüllung von Härke-Bier erfolgt bereits seit 2011 in Einbeck.

„Trotz der notwendigen Personal-Anpassungen sind wir froh, dass der Braustandort Peine und die damit verbundene Brautradition erhalten bleibt“, sagte Gauß, der sich auch durch den Verbleib von Martin und Matthias Härke im Unternehmen eine positive Signalwirkung verspricht. Gewundert habe man sich bei Einbecker über Äußerungen der Gewerkschaft NGG, die Härke keine Zukunft prognostizierte, weil sich der Transport des Bieres von Peine nach Einbeck zum Abfüllen nicht lohne. „Sie können sich sicher sein, dass es entsprechende Analysen gab“, sagte Gauß. Zudem kenne die Gewerkschaft das Einbecker-Konzept überhaupt nicht.

Über den Kaufpreis für die Härke-Brauerei sei Stillschweigen vereinbart worden, erklärte Gauß. Geplant sei, dass komplette Sortiment von Härke Pils über Weizen, alkoholfreies Bier und Radler bis zu „Dein Bier“ zu erhalten und möglicherweise sogar zu erweitern. Auch die beliebten Brauerei-Besichtigungen soll es weiterhin geben.

„Wir wollen uns jetzt aber erstmal auf das Kerngeschäft, das Bierbrauen konzentrieren“, sagte Gauß. Die Härke-Übernahme von der Ausschreibung am 20. Dezember bis zum jetzigen Kauf sei schließlich „in einem ambitionierten Tempo“ gelaufen.

Insolvenzverwalterin Karina Schwarz: „Ich bin zufrieden über das Verhandlungsergebnis, das den Erhalt des Standortes und die Mehrzahl der Arbeitsplätze als zentrales Element beinhaltet.“

Härke: Kommen bald Biermuseum und Hotel?

Eine spannende Entwicklung zeichnet sich ab: Lothar Gauß von der Einbecker Brauerei möchte sich mit der Peiner Bietergemeinschaft zusammensetzen, um über die Zukunft von Härke zu sprechen. „Die Gruppe ist mit guten Ideen an die Öffentlichkeit gegangen“, lobte Gauß.

peine. „Ich freue mich sehr über dieses Angebot von Herrn Gauß, und natürlich stehen wir für Gespräche bereit“, sagt Lutz Lächelt von der Peiner Bietergemeinschaft, die eigentlich auch die insolvente Härke-Brauerei übernehmen wollte, aber nicht den Zuschlag erhielt. Lächelt erklärt: „Wir haben ein schlüssiges Konzept für Härke erstellt, das wir gerne den Einbeckern vorstellen würden. Zum Beispiel fällt ja die Verwaltung weg. Das Gebäude könnte man daher zum Hotel umfunktionieren.“ Dafür gebe es schon einen Interessenten.

Und dort, wo sich jetzt auf dem Härke-Hof die Garagen befinden, könnte laut Lächelt ein Getränkemarkt eingerichtet werden. „Es wäre doch toll, wenn da fast rund um die Uhr Härke-Bier erhältlich wäre.“ Ebenso seien Brau-Seminare denkbar, die man in einem Brau-Museum anbieten würde. Dieses Museum könne im großen Raum direkt neben dem Härke-Stübchen eingerichtet werden. Und viele weitere Ideen würde Lächelt gerne mit Einbecker besprechen.

Gauß: „Ich finde es toll, wie sich die Peiner für Härke einsetzen. Ich wünsche mir einen Dialog um herauszufinden, was die Menschen mit Härke verbinden und künftig erwarten.“

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