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Ein Verband soll neuer Trägerder evangelischen Kitas im Kreis werden

Peine Ein Verband soll neuer Trägerder evangelischen Kitas im Kreis werden

Peine. Die 20 evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Peine könnten künftig unter der Trägerschaft eines Verbandes laufen. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der Kirchenkreistag in seiner gestrigen Sitzung bei vier Enthaltungen gefasst. Ziel ist es, die Arbeit in den Kitas und Spielkreisen zu professionalisieren. Der Verband wäre zudem Arbeitgeber für die Erzieher- und Erzieherinnen, die bislang bei den jeweiligen Kirchengemeinden angestellt sind.

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Bei der gestrigen Sitzung des Kirchenkreistags.

Ausschlaggebend war ein Arbeitsauftrag der Landessynode aus dem Jahr 2006, über neue Trägerschaftsmodelle nachzudenken, erläuterte Dr. Sebastian von Thier, Pastor der Martin-Luther-Kirchengemeinde und Leiter der Arbeitsgruppe „Kindertagesstättenverband“.

Hintergrund für die Pläne sei vor allem die demografische Entwicklung, sagte Thier. Weil es immer weniger Kinder und Anmeldungen - und damit auch weniger Geld - gebe, werde die Konkurrenz zu Kindertagesstätten in nicht kirchlicher Trägerschaft immer größer. „Deshalb müssen wir unser Profil schärfen. Denn Eltern fragen sich zu Recht ganz selbstverständlich, wo es die beste Betreuung für ihr Kind gibt“, so Thier.

Der „Evangelisch-lutherische Kindertagesstättenverband Peiner Land“ soll bis spätestens 1. Januar 2015 als Körperschaft öffentlichen Rechts gegründet werden und eine eigene pädagogische Leitung bekommen. Im Gespräch ist derzeit eine Dreiviertel-Stelle, die im Jahr etwa 50 000 Euro kostet.

Geplant ist, dass die zum Verband gehörenden Einrichtungen Vertreter in einen Verbandsausschuss entsenden, der wiederum einen geschäftsführenden Vorstand bestimmt. Die betriebswirtschaftliche Leitung soll das Kirchenkreisamt übernehmen. In der Landeskirche haben mittlerweile 34 von 49 Kirchenkreisen neue Trägerschaftsmodelle.

Thier wies darauf hin, dass die Mitgliedschaft im Verband freiwillig ist. Er rechnet jedoch mit großem Interesse, da ähnliche Modelle in umliegenden Städten wie Lüneburg schon sehr erfolgreich liefen. Vorteile ergäben sich sowohl für die Kirche als dann im Kita-Bereich größter Arbeitgeber, als auch für die Angestellten, die innerhalb des Verbandes wechseln könnten.

Alternativ habe es auch die Möglichkeit eines Zusammenschlusses in Kirchenkreisträgerschaft gegeben. Doch der Verband war nach Meinung der neun Mitglieder der Arbeitsgruppe für Peine geeigneter, weil er näher am Kirchenvorstand sei. Superintendent Dr. Volker Menke lobte den Beschluss als Schritt in die richtige Richtung und bedankte sich insbesondere bei Pastor Ortwin Brandt aus Stederdorf und Dr. Thier für die Arbeit für den Verband. In der nächsten Sitzung des Kirchenkreistages soll nun detailliert über die Finanzierung des Verbandes gesprochen werden.

mic

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