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Ein Friseurbesuch mit Folgen: Familie fordert Schmerzensgeld

Kreis Peine Ein Friseurbesuch mit Folgen: Familie fordert Schmerzensgeld

Kreis Peine. Eigentlich wollte sich Jana Kempter (15) nur im Friseursalon die Augenbrauen färben und zupfen lassen, doch was sie dann erlebte, hätte sie sich in ihren schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen können: Die Augenbrauen entzündeten sich, schwollen an, sodass die 15-Jährige nichts mehr sehen konnte, berichtet Mutter Susanne Kempter.

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Inzwischen können Jana und ihre Mutter Susanne Kempter wieder lachen.

Quelle: oh

„Die Mitarbeiterin im Friseursalon hat zuerst die Augenbrauen gezupft und dann gefärbt“, schildert die 44-Jährige, „also verkehrt herum.“ Die Folge: Die Augenbrauen ihrer Tochter hätten sich entzündet, fingen an zu eitern, die 15-Jährige habe starke Schmerzen gehabt.

„Der Inhaberin war das allerdings egal. Ich rief sie an den Folgetagen an und bat sie, vorbeizukommen, um sich das mal anzuschauen“, erzählt die 44-Jährige. „Sie sagte allerdings, sie hätte keine Zeit. Wir sollten doch mal rumkommen - eine Zumutung“, fand die Mutter. Stattdessen seien ihnen vom Friseursalon Gutscheine für kostenloses Färben und Zupfen angeboten worden.

„Die Tage danach waren die Hölle für meine Tochter“, erzählte Kempter. Inzwischen sehe es zwar wieder besser aus, aber es blieben Narben zurück und ihre Tochter habe weiterhin Schmerzen, wenn sie die Augenbrauen berühre. „Wir wissen mittlerweile, dass es ein Anwendungsfehler war und es sich hier um ein zu hochprozentiges Haarfärbemittel und nicht um ein Mittel für Augenbrauen gehandelt hat, und man nicht erst zupfen und dann färben darf “, verdeutlichte die aufgebrachte Mutter. Sie habe mittlerweile Strafanzeige bei der Polizei gestellt und sich einen Rechtsbeistand gesucht.

Rechtsanwalt Helmut Kellmann von der Kanzlei Altun aus Braunschweig vertritt die Familie: „Wir haben zivilrechtlich Schmerzensgeld geltend gemacht“, erklärte er auf PAZ-Anfrage. Sollte keine freiwillige Zahlung - möglicherweise über die Haftpflichtversicherung der Friseurbetriebs - erfolgen, gehe der Fall vor Gericht. Dabei geht es um mehrere Tausend Euro.

„Es handelt sich um eine Jugendliche. Wenn Narben und kahle Stellen zurückbleiben, hat das Einfluss auf die Entwicklung“, erläuterte er den Hintergrund.

Der beschuldigte Friseursalon wollte sich auf PAZ-Anfrage mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht zu den Vorwürfen äußern.

  • Zwischenzeitlich ist auch das Fernsehen auf den Fall von Jana Kempter aufmerksam geworden. Der Sender RTL drehte einen Beitrag für das Magazin Explosiv.

mir

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