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Ehren-Medaille nach Peinerin benannt

Kreis Peine Ehren-Medaille nach Peinerin benannt

Peine/Heidelberg. Unermüdlich hat sie sich für Frauen mit chronischer Erkrankung und Behinderung eingesetzt, unerschütterlich kämpfte sie für ihre Mitmenschen - nun ist eine Auszeichnung nach der Peinerin benannt worden. Die Anette-Albrecht-Medaille geht an Menschen, die sich besonders für Menschen mit Behinderung engagieren.

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In Erinnerung: In Heidelberg wurde die erste Anette-Albrecht-Medaille verliehen (Abbild auf Tasse). Die Peinerin litt an der Glasknochen-Krankheit.

Quelle: ju

Der neu geschaffene Preis soll an das Lebenswerk jener Frau erinnern, die sich - trotz eigener, mit großer Kraft und viel Humor getragener Krankheit - unermüdlich für Frauen mit Behinderung und chronischer Erkrankung einsetzte. In Heidelberg, wo die gebürtige Peinerin Anette Albrecht, die von Geburt an der sogenannten Glasknochen-Krankheit litt, zuletzt lebte und wirkte, wurde nun die erste Medaille verliehen.

Der Tüftler Ivan Inshakov hat eine mit dem Fuß bedienbare Türklinke erfunden, und ist dafür ausgezeichnet worden. Ebenso wie Kirsten Ehrhardt, Mutter eines Kindes mit Behinderung, die mit einem „Mutmacher-Telefon“ für Eltern dafür kämpft, dass Inklusion kein Schlagwort bleibt.

„Es wurden zwei sehr gute Preisträger für die erste Verleihung der Medaille ausgewählt“, sagt Waltraud Albrecht, Mutter der 2007 im Alter von 41 Jahren verstorbenen Anette Albrecht. Die 76-Jährige ist gemeinsam mit einer weiteren Tochter zu der Verleihung nach Heidelberg gereist. „Als Anette im Jahr 2000 in Berlin mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet wurde, war ich nicht dabei - ich habe es bereut“, so Albrecht. Die Feierlichkeiten zu Ehren ihrer so starken Tochter in Heidelberg ließ sie sich daher nicht nehmen.

Dort ist Anette Albrecht, der nach ihrer Geburt am 19. Oktober 1965 eine Lebenserwartung von einem Jahr prognostiziert worden war, ein stadtbekannter Mensch. Wenn in Heidelberg der Name Anette Albrecht fällt, haben viele Menschen ein Lächeln im Gesicht. Sie war es, die in der badischen Stadt einen Beirat für Menschen mit Behinderung initiierte. Albrecht hatte vor 20 Jahren das „Ganzheitliche Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter / chronisch erkrankter Frauen und Mädchen e.V.“ (BiBeZ) mitgegründet. Das Geburtstagsjahr des Zentrums wurde in Heidelberg ebenfalls an dem Abend der Verleihung eingeleitet. „Es war ein sehr schöner Abend“, sagt Waltraud Albrecht. „Ich bin stolz, dass meine Tochter dort Großes geleistet hat. Durch die Medaille lebt ein Stück von ihr weiter.“

ju

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