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Ehepaar vor Schöffengericht: Betrug im Konsumrausch

Peine Ehepaar vor Schöffengericht: Betrug im Konsumrausch

Mit einem blauen Auge sind jetzt Eheleute aus Peine bei einem Prozess wegen gewerbsmäßigem Betrug vor dem Schöffengericht davongekommen: Während der Mann (24) zu einem Jahr und vier Monaten Haft verurteilt wurde, lautet das Urteil für seine Frau (25): zwei Jahre und 200 soziale Arbeitsstunden. Der Unterschied liegt auf der erheblichen Vorbelastung der Frau. Beide Strafen wurde zur Bewährung ausgesetzt.

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Die beiden waren des Betrugs in 28 Fällen angeklagt. Kleider, Sportsachen, Schuhe, Handtücher und elektronische Geräte im Wert von insgesamt 3200 Euro sollen die beiden im Zeitraum zwischen dem 22. April und 6. August 2012 bestellt haben. Manchmal hatten sie sogar mehrere Bestellungen an einem Tag getätigt – immer in der Absicht, nicht zu bezahlen.

Allein die Verlesung der Anklage mit allen Posten dauerte eine Viertelstunde. Damit die Versandfirmen nicht stutzig wurden und, damit sie trotz Nichtzahlung weiterhin beliefert wurden, dachten sich die beiden immer neue Adressen- und Namenskombinationen aus. Um Lieferanten zu täuschen, tauschten sie sogar Namens- und Klingelschilder entsprechend aus.

„Es war so einfach“, sagte die Angeklagte vor Gericht. Dabei bestellten die beiden – sie arbeitssuchend, er bei einem Sicherheitsdienst beschäftigt – nicht einmal Luxusgegenstände, sondern meistens auffallend preiswerte Waren. Jeder der beiden befindet sich in einem Privatinsolvenz-Verfahren.

Nachdem Richter und Staatsanwältin mit den beiden Angeklagten und deren Verteidigern eine gute Stunde lang sämtliche Posten einzeln durchgegangen waren, blieben immer noch 21 eindeutige Betrugsfälle übrig.

Während der Angeklagte außer einer Beförderungserschleichung – im Klartext Schwarzfahren – eine weiße Weste hatte, wies das Register seiner Frau Diebstahl in mehreren Fällen sowie Betrug und damit eine einschlägige Vorbelastung aus. Deshalb ist ihre Strafe auch höher. Ihnen wird ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt. „Beide zeigen sich reuig und haben sich seitdem nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Und leider wird es einem auch sehr leicht gemacht, per Internet Waren zu bestellen“, sagte der Richter.

hui

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