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Droht neuer Kita-Streik?

Peine Droht neuer Kita-Streik?

Peine. Viele Eltern in Peine machen sich wieder große Sorgen, denn es droht ein erneuter Streik in den kommunalen Kindertagesstätten (Kita).

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Ein kleiner Junge stand im Mai wegen des Streiks vor einem geschlossenen Kindergarten. Droht bald wieder eine Arbeitsniederlegung der Betreuer in Peine?

Quelle: A

Eltern mussten bereits im Mai und Juni wochenlang ohne Kita-Betreuung ihrer kleinen Kinder auskommen (PAZ berichtete). Das brachte große Probleme mit sich. Aktuell kocht der Tarifstreit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern wieder hoch. Während die Kita-Betreuer zehn Prozent mehr Lohn fordern, sieht der Schlichterspruch nur eine Erhöhung in Höhe von zwei bis 4,5 Prozent vor - das haben jetzt die Verdi-Gewerkschafter (fast 70 Prozent) abgelehnt.

Peines Verdi-Vorsitzende Nanni Rietz-Heering sagte der PAZ: „Klar ist aus unserer Sicht, dass sich die Arbeitgeber endlich bewegen müssen. Wir kämpfen hier nicht nur für die Kita-Betreuerinnen, sondern für alle Fachpädagogen, die aufgrund der hohen Arbeitsbelastung eine bessere Besoldung verdient haben.“ Deswegen warte Verdi jetzt das nächste Angebot der Arbeitgeber ab, um dann zu reagieren. Rietz-Heering hofft dabei auf die weitere Solidarität der Eltern.

Was macht die Stadt Peine? Stadt-Sprecherin Anna Pietschmann erklärte: „Zur Zeit sind wir dabei, festzustellen, welches Personal bei einem etwaigen Streik verfügbar sein wird. Da wir uns bis zum 2. September noch in der Schließzeit befinden, wird eine Streikverfügbarkeit zurzeit erst einmal in den sechs geöffneten Einrichtungen Abenteuerland Stederdorf, Pusteblume Telgte, Bärenhöhle Telgte, Bullerbü Telgte, Villa Kunterbunt und Kinderparadies Dungelbeck erfragt.“ Im Anschluss werde man ermitteln, ob es notwendig werden könnte, eine „Notvereinbarung“ mit den beiden Tarifparteien Verdi und Komba zu verhandeln, soweit Peine überhaupt von einem Streik betroffen sei.

„Die Eltern werden, wie bereits beim vorherigen Streik, aktuelle Informationen durch Aushänge in den Einrichtungen, Elternbriefe und Veröffentlichungen auf der Internetseite der Stadt Peine von uns erhalten“, so Pietschmann. Sofern in einer Kita eine Notbetreuung erfolge, „wird die Betreuung wie zuvor nur von Woche zu Woche geplant werden können, da sich die Verfügbarkeit des Personals möglicherweise durch im Vorfeld geplanten Urlaub oder Krankheit ändern kann“.

Und Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) betonte: „Somit bereitet sich die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf einen potenziellen Streik vor. Meine persönliche Einschätzung der Situation lautet: Ein erneuter Streik würde auf wenig Verständnis bei allen Betroffenen stoßen, weshalb ich dafür plädiere, die möglichen Einigungs-Parameter genau auszuloten.“

Die Anregung des Schlichters Herbert Schmalstieg, die Laufzeit des Tarifvertrages zu verkürzen, gehöre dazu und sei eine Brücke, über die beide Tarifparteien gehen könnten.

tk

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