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Droht Grippewelle in Gebläsehalle?

Flüchtlinge Droht Grippewelle in Gebläsehalle?

Kreis Peine. In Niedersachsens Flüchtlingsunterkünften droht die Gefahr, dass sich Infektionskrankheiten schnell ausbreiten. Vor allem eine Grippewelle könnte einsetzen, doch glücklicherweise ist bislang nichts passiert - auch nicht in der Ilseder Gebläsehalle.

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Gebläsehalle Ilsede: Neu ankommende Flüchtlinge werden sofort medizinisch untersucht.

Quelle: Foto: Archiv

Wie sieht es in der Ilseder Gebläsehalle aus, in der aktuell 280 Flüchtlinge leben? Kreissprecher Henrik Kühn sagt: „Bei uns funktioniert die medizinische Betreuung sehr gut. Seit Beginn der Belegung der Gebläsehalle hat sich eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Team der Notärzte, den niedergelassenen Ärzten aus Ilsede, dem Klinikum Peine und dem Gesundheitsamt entwickelt.“

Inzwischen werde zweimal wöchentlich durch verschiedene Ilseder Ärzte eine Sprechstunde im Sanitätscontainer vor der Gebläsehalle angeboten. Täglich finde mit der Kinderärztin des Gesundheitsamts, Dr. Sabine Meltzow, vormittags für die Kinder eine Sprechstunde im Container statt. Außerdem nehme sie die Eingangsuntersuchungen der Kinder nach Registrierung vor. Die Erwachsenen würden nach Registrierung durch das Klinikum Peine untersucht und geröntgt. Das sei alles auch nur in enger Zusammenarbeit mit dem ASB möglich.

„Bei einer der letzten Ankünfte musste eine Familie mit einem an Windpocken erkrankten Kind sofort nachts isoliert werden. Dr. Meltzow informierte umgehend den Gesundheitsschutz des Gesundheitsamtes, so dass am nächsten Morgen sofort die möglichen Kontaktpersonen aus dem Bus erfasst werden konnten und Impfstoff gehen Windpocken besorgt wurde“, so Kühn. Dr. Meltzow habe am darauffolgenden Tag die Schutzimpfungen gegen Windpocken bei den im Bus reisenden Kindern vorgenommen, sodass es zu keinem Ausbruch in der Halle kam.

Zunächst wurde wegen der zahlreichen Infekte und wegen Mangels an Grippe-Impfstoff nicht gegen Grippe geimpft. Der Engpass sei jedoch vorüber und man impfe jetzt.

„Die Impfung wird allen Personen in der Halle angeboten. Gespannt sind wir auf die Resonanz“, sagt Dr. Doris Arnold, Leiterin des Peiner Gesundheitsamts, „bislang erfolgte die medizinische Versorgung durch die enge Vernetzung aller Akteure vor Ort in hervorragender Weise.“

So habe man Ausbrüche von Infektionskrankheiten verhindern sowie zum Beispiel Infekte, hohen Blutdruck, Diabetes einer raschen Behandlung zuführen können.

rd

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