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Drogenprozess gegen Peiner: Getrennte Verfahren

Peine Drogenprozess gegen Peiner: Getrennte Verfahren

Peine/Hildesheim. Überraschende Entwicklung beim Drogenprozess vor dem Landgericht in Hildesheim. Die Verfahren gegen zwei 21- und 22-jährige Peiner, von denen der Jüngere als Hauptangeklagter Drogen (Kokain und Marihuana) im großen Stil im Wert von 320.000 Euro umgesetzt haben soll, wurden gestern voneinander getrennt. Das Urteil für den Mitangeklagten (22) lautet: Bewährungsstrafe und 1000 Euro Geldbuße.

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Vor dem Landgericht: Der 21-jährige Hauptangeklagte aus Peine (kl. Bild unten). Der Mitangeklagte (kl. Bild oben) erhielt eine Bewährungsstrafe.

Quelle: Antje Ehlers (2), Archiv (1)

Bereits am ersten Tag der Verhandlung widerrief der Hauptangeklagte (21) aus Peine einen großen Teil seines ersten Geständnisses gegenüber der Polizei, sodass dann die Anklage in 32 Punkten vorläufig fallen gelassen wurde. Dessen Anwalt legte den Verlauf der Drogen- und Anabolikasucht seines Mandanten dar, „um besser verstehen zu können, wie es zu den Straftaten gekommen sei“, so der Verteidiger.

Dies jedoch hatte nicht die erwartete Wirkung zugunsten des Angeklagten, sondern veranlasste Gericht und Staatsanwaltschaft erst einmal aus verfahrenstechnischen Gründen ein Gutachten anzufordern, in dem die Sucht, um die es sich augenscheinlich handelt und gegebenenfalls eine Verminderung der Schuldfähigkeit untersucht werden.

Daraufhin wurde das Verfahren gegen den Hauptangeklagten (21) vom mitangeklagten 22-Jährigen abgetrennt und wird zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt.

Für den 22-Jährigen konnte nach der Abtrennung sein eigenes Verfahren fortgesetzt werden. Ihm wurde die Beihilfe bei der Beschaffung von sechs Kilo Kokain bei einer Drogenfahrt nach Hannover sowie das Führen von Gesprächen mit möglichen Abnehmern vorgeworfen. Er zeigte sich geständig und bedauert seine Taten, so fand der Prozess für ihn ein schnelles Ende.

Mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, ausgesetzt zur dreijährigen Bewährung, und einer Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro ist der 22-Jährige laut Staatsanwaltschaft glimpflich davon gekommen. Hilfreich war dabei die gute Sozialprognose.    

ane

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