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Drogenhandel: Vier Jahre Haft für 22-Jährigen

Landgericht Hildesheim Drogenhandel: Vier Jahre Haft für 22-Jährigen

Vier Jahre Haft, davon zwei Jahre im Maßregelvollzug - so lautet das Urteil des Landgerichtes Hildesheim gegen einen 22-jährigen Peiner, der zwischen 2013 und 2015 insgesamt 50 Kilo Marihuana und 1,5 Kilo Kokain im Wert von 238.000 Euro verkauft hat (die PAZ berichtete). Im Rahmen der Haft soll eine Entziehungstherapie erfolgen.

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Das Landgericht in Hildesheim: Hier wurde verhandelt.

Quelle: Archiv

Peine / Hildesheim. Mit diesem Urteil folgt das Gericht den Anträgen der Verteidiger, es erfolgt unter Einbeziehung einer Vorverurteilung aus 2014 im Rahmen des Jugendstrafrechts. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre gefordert, davon ein Jahr im Vorvollstreckungsvollzug, also ein Jahr Haft vor Beginn des Maßregelvollzugs.

Ebenso forderte der Staatsanwalt, den Peiner mit Kosten in Höhe von 19.000 Euro zu belegen, was 10 Prozent des Verkaufswertes der Betäubungsmittel aus den angeklagten Fällen entspräche. Hiervon sah das Gericht jedoch ab. In der Begründung für das Urteil machte die vorsitzende Richterin deutlich, dass der Verurteilte im Maßregelvollzug unter erheblichem Druck stehe. „Wenn es in der Therapie nicht vernünftig läuft, wird die Jugendstrafe noch vollzogen“, versuchte sie in ihrer Urteilsbegründung dem Peiner deutlich zu machen. Dies dürfte allerdings nicht in dessen Interesse sein, mittlerweile habe er für sich eine berufliche Perspektive geplant.

Die Verurteilung erfolgte nach den Richtlinien des Jugendstrafrechts, im Falle einer Verurteilung nach dem Erwachsenenstrafrecht hätte der Angeklagte mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechnen müssen.

Zugute gehalten wurde dem 22-Jährigen insbesondere, dass er sich von Beginn an nach seiner Verhaftung geständig zeigte und zur Aufklärung weiterer Straftaten beigetragen hat. Zudem habe er aus den Erlösen des Verkaufs nicht ein übermäßig luxuriöses Leben geführt, wie es die Staatsanwaltschaft sah, sondern seinen eigenen Konsum finanziert und die Familie unterstützt. Zudem stehe die Resozialisierung im Vordergrund.

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