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Drei Jugendfeuerwehren beteiligen sich an Aktion "1000 Kilometer gegen Rechts"

Kreis Peine Drei Jugendfeuerwehren beteiligen sich an Aktion "1000 Kilometer gegen Rechts"

Die Jugendfeuerwehren im Landkreis Peine sind Teil von etwas Großem: Die Wehren aus Wendeburg, Groß Lafferde und Stederdorf beteiligen sich in dieser Woche an der Aktion „1000 Kilometer gegen Rechts“ der Kreisjugendfeuerwehr Stade (siehe Info

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Radeln gegen Rechts – und das stolze 1000 Kilometer. Auch aus dem Kreis Peine machten Aktive aus Jugendfeuerwehren mit.

Quelle: oh

Bereits vergangenen Mittwoch nahm die Jugendfeuerwehr Stederdorf das Staffelfahrrad von der Jugendfeuerwehr Schwüblingsen entgegen. Die Jugendlichen trafen sich an der Kreisgrenze zwischen Oelerse und Dollbergen, für beide Wehren nur ein kurzer Ausflug ums Eck - für die Jugendlichen aus der Gemeinde Uetze immerhin verbunden mit einem Eis-Stopp.

Die Stederdorfer bereiteten sich derweil auf ihre eigene Etappe am Samstag vor. Nach über 800 Kilometern auf der Straße waren am Staffelfahrrad die ersten Verschleißerscheinungen zu sehen, die zunächst repariert werden mussten. Das GPS-Gerät im Fahrradanhänger, das die gesamte Strecke aufzeichnet, musste aufgeladen werden, und auch einige Schrauben ersetzten die Stederdorfer. Vom Peiner Marktplatz aus, wo die Jugendlichen mit Flugblättern über die Methoden von Nazis in sozialen Netzwerken informierten, ging es am Samstag im Radkorso über Telgte zum Schulungszentrum der Kreisfeuerwehr in Peine-Horst.

In einem Halbtagesseminar sorgte dort Andrea Müller vom Lidice-Haus in Bremen für das nötige Hintergrundwissen, was Jugendliche in rechtsextreme Strukturen treibt: Sie suchen Bestätigung, Aufmerksamkeit und Rückhalt - Dinge, die auch die Jugendfeuerwehr anbietet und somit Jugendliche davor bewahren kann, sich der rechten Szene zuzuwenden. „Nazis unterscheiden sich von Demokraten vor allem durch ihre Ideologie von Ungleichheit, und sie schrecken nicht vor der Anwendung von Gewalt zurück“, erläuterte Müller. Was Demokraten ausmacht und woran Nazis zu erkennen sind, wird unter anderem die stellvertretende Kreisjugendsprecherin Franziska Drozd als Multiplikatorin ins Kreisjugendforum tragen. So seien Nazis nur noch mit Hintergrundwissen an der Kleidung zu erkennen.

Nach dem Seminar ging es am Nachmittag weiter nach Groß Lafferde, wo Jugendwart Andreas Saggau die Stederdorfer Radgruppe bereits erwartete. Er fuhr mit seiner Jugendfeuerwehr am Sonntag durch die Gemeinde Lahstedt, sorgte mit dem auffälligen Schild des Fahrradanhängers weiter für Aufmerksamkeit und sammelte dabei weiter wichtige Kilometer.

Am morgigen Mittwoch startet Jugendfeuerwehrwart Alexander Lehne von der Jugendfeuerwehr Wendeburg-Kernort mit seiner Gruppe auf die letzte Etappe im Kreis Peine und übergibt das Staffelfahrrad am Abend an die Jugendfeuerwehr Völkenrode.

rd

Info

Initiiert von der Kreisjugendfeuerwehr Stade, soll die Fahrradstafette der Jugendfeuerwehren in Niedersachsen ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. Jugendliche sollen für das Thema Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sensibilisiert werden und selbstständig in der Lage sein, klare und reflektierte Positionen gegen Extremismus zu beziehen.

Ziel der Staffel ist der Landkreis Verden, wo das Rad am 17. August bei der Aktion „Spielend gegen Rechts“ erwartet wird. Nach Hannover, Peine und Braunschweig fährt das Rad über die Kreise Hildesheim, Hameln, Schaumburg, Nienburg, Osnabrück, Dinklage und Delmenhorst nach Verden.

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