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Drama mit glücklichem Ende: Telgter Jungstörche wurden gerettet

Telgte Drama mit glücklichem Ende: Telgter Jungstörche wurden gerettet

Es hätte tragisch enden können: Ein Elternteil der Telgter Jungstörche wurde von einem Zug getötet und der Nachwuchs drohte zu verhungern. Im Zusammenspiel des Nachbarschaftsvereins Pro Telgte mit dem Storchenbeauftragten und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises konnten zwei der drei Jungtieren gerettet werden.

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Rettung geglückt: Auch Dank der Aufmerksamkeit von Nina Schubert geht es den Telgter Jungstörchen wieder gut.

Quelle: Georg Fiedler

„Dieses Jahr kam wieder Nachwuchs, die Altstörche haben gefüttert und alles lief toll“, sagt Nina Schubert, die ehrenamtlich im Vorstand von Pro Telgte arbeitet. Seit zehn Jahren wohnt sie in Sichtweite des Nestes auf dem Schornstein des Bauwirtschaftshofes. Eines Tages sah sie nur noch einen Altvogel, der immer wieder wegflog. „Normalerweise lassen die Störche ihre Jungen nicht alleine“, wunderte sie sich, konnte sich aber noch keinen Reim darauf machen.

Beim Telgter Stammtisch hat Schubert häufiger von den Störchen berichtet. Deshalb wusste eine Stammtisch-Teilnehmerin, dass er die Störche beobachtet und gab einer Bekannten, die vom Unfalltod des Altstorchs wusste, den Tipp, sich bei Schubert zu melden. Der Anruf dieser unbekannten Dame brachte alles in Gang. Schubert zählte eins und eins zusammen und alarmierte den Storchenbetreuer des Landkreises Peine, Georg Fiedler. Dieser setzte sich sofort ins Auto und eilte von Rohrs-heim im Harz nach Telgte.

„Ich bin schon früh da gewesen, um sicher zu gehen, dass nur noch ein Elternteil vorhanden ist“, schildert Fiedler. „Sonst besteht die Gefahr, dass den Alttieren die Jungtiere weggenommen werden.“ Als die Notlage offensichtlich war, rettete Fiedler in Abstimmung mit Elke Kentner von der Unteren Naturschutzbehörde die zwei bereits geschwächten Jungtiere. „Ich habe sie aus dem Nest geholt, in ein Handtuch gewickelt und ins Artenschutzzentrum des Naturschutzbundes in Leiferde gebracht.“ Ein drittes Junges, das kleinste, lag bereits tot unter dem Nest. „Ein Elternteil allein schafft es nicht, die Jungen groß zu ziehen“, erklärt Fiedler.

In Leiferde geht es den Störchen mittlerweile gut. Sie sind in einer Gruppe von „Halbstarken“ und alle sind guter Hoffnung, dass es mit der Auswilderung klappt. „Ich war beeindruckt, wie groß die Jungstörche geworden waren, als ich sie in Leiferde wiedersah“, freut sich Fiedler.

„Ohne Pro Telgte würden die Tiere nicht mehr leben“, ist Schubert überzeugt. Dies sei eine Nachbarschaftshilfe der besonderen Art gewesen und zeige, wie wichtig es ist, ein offenes Auge zu haben und nicht wegzusehen. Eine Auffassung, die Fiedler teilt. Allerdings warnen er und Kentner davor, übereilt zu handeln. Nicht jedes Jungtier, das alleine ist, befindet sich in Not. Und wenn man dann aus falsch verstandener Tierliebe zu schnell eingreift, wird oftmals mehr zerstört als geholfen.

jti

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