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Dr. Schlim sprach über die Stahlbranche

Peine Dr. Schlim sprach über die Stahlbranche

Peine/Hannover. Eine spannende Rede über die Zukunft der Stahlbranche hielt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stahlfirma Peiner Träger, Dr. Roger Schlim, beim Deutschen Stahlbautag in Hannover. Dort trafen sich zahlreiche Experten aus der Branche.

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Bei der Firma Peiner Träger werden Stahlträger produziert.

Quelle: A

Dr. Schlim sagte: „Wir können bald schon Stähle herstellen, die Eigenschaften besitzen, von denen wir heute nur zu träumen wagen. Dies geschieht durch gezieltes Design der Eisenkristallstruktur und der präzisen zielgenauen Einlagerung von Legierungselementen auf der Atomebene. Stähle haben wir bisher gekocht, in Zukunft werden wir diese aber planen und konstruieren, das ist etwa so wie Molekularküche im Vergleich zur Hausmannskost.“

Möglich geworden sei dies durch immer schnellere Technologiesprünge auch im Bereich der hochauflösenden Mikroskope. Man sei heute in der Lage, Strukturen präzise zu beobachten und deshalb zu verstehen wie Strukturen Eigenschaften beeinflussen. „Wir werden damit in der Lage sein, kostengünstige Stähle zu produzieren mit denen wir Dinge bauen können, die heute noch nicht möglich sind“, so der Peiner.

Das werde aber nur gelingen, wenn man die Stahlfirmen machen lasse „und uns nicht vorher durch nicht zu Ende gedachte Bauchgefühlprojekte, wie der Energiewende mit physikalisch nicht realisierbaren Forderungskatalogen, das Wasser abgräbt“.

Man müsse die Wertschöpfungsketten in Europa erhalten, sollte sich aber die jetzt schon wahrnehmbare Abwanderung der Schlüssel-Industrien aufgrund unrealistischer Politik weiter fortsetzen, werde man das Rennen in anderen Teilen der Welt machen.

Potenzial für die Stahlbranche sieht Dr. Schlim unter anderem bei der Deutschen Bahn (DB): „Von den 8000 Stahlbrücken der DB ist die Hälfte über 80 Jahre alt, 40 Prozent sind über 100 Jahre alt. Nimmt man das Straßennetz hinzu, sind 6000 Stahlbrücken älter als 80 Jahre.“

Und es sei Tatsache, dass 80 Prozent der Stahlbauten, wie etwa die fast 400 Schleusen in Deutschlands Wasserstraßen, ebenfalls zwischen 80 und 100 Jahren alt sind. Es müsse dringend erneuert werden.

tk

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