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Disko-Schlägerei endet mit Kieferschäden

Menschen vor Gericht Disko-Schlägerei endet mit Kieferschäden

Glimpflich ist ein 20-Jähriger vor dem Peiner Amtsgericht davongekommen. Das Verfahren wurde mit einer Verwarnung gegen den Auszubildenden eingestellt.

Peine. Der 20-Jährige aus dem Kreis Peine musste sich während der fortgesetzten Verhandlung wegen einer Schlägerei unter Jugendlichen verantworten. Am 30. August 2008 war es vor einer Bad Harzburger Disko zu einer Auseinandersetzung gekommen.

Der Beschuldigte räumte bereits am ersten Verhandlungstag ein, einen damals 18-Jährigen geschubst zu haben. Auf diesen soll bei einer weiteren Auseinandersetzung eingetreten worden sein.

Das Opfer der Angriffe sagte vor Gericht aus, vor der Disko einen Streit gesehen zu haben. „Ich bin dazu gerannt, um einem Freund zu helfen und hab einen vor den Latz bekommen.“ Die Polizei nahm die Jugendlichen mit zur Wache. Nach der Vernehmung sei es in der Nähe zu einer weiteren Auseinandersetzung gekommen. Das vormalige Opfer bekam wieder Schläge.

Genauere Angaben konnte der Geschädigte aber nicht machen. Zum Zeitpunkt des Angriffs hatte er über zwei Promille Alkohol im Blut. Das Ergebnis des Abends: eine Gehirnerschütterung und Kieferschäden. Die Vernehmung eines weiteren Zeugen brachte ebenfalls kaum Aufschluss. Er war sich nicht sicher, ob eine oder zwei Personen das Opfer angegangen hatten. Auch ob das Opfer Schläge und Tritte abbekommen habe, wusste er nicht mehr.

Für die Staatsanwältin stand fest: „Die Ergebnisse der Beweisaufnahme waren mau.“ Bereits die Befragung von acht Zeugen im ersten Teil der Verhandlung konnte die schweren Tatvorwürfe gegen den 20-Jährigen nicht belegen.

Weil man dem Angeklagten weder Tritte noch Schläge zuschreiben konnte, blieb als Tat nur das Schubsen. „Wer einen Anderen schubst, muss damit rechnen, dass dieser sich verletzt,“ stellte die Staatsanwältin fest. Ihren Vorschlag, das Verfahren einzustellen und den Angeklagten zu verwarnen, hielt die Richterin für angemessen. Die Verhandlung endete ohne Urteil.

fl

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