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„Die meisten Tischler haben volle Auftragsbücher“

Landkreis Peine „Die meisten Tischler haben volle Auftragsbücher“

„Der Tischler gehört in der Beliebtheit zu den Top Ten der Ausbildungsberufe im Handwerk“, freut sich Obermeister Ralf Klages. Und: „Im Moment haben die meisten Peiner Betriebe gut zu tun!“

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Möbelbau: Vorarbeiter Olaf Schmidt sägt Platten für einen Schrank in Esche zu. Auf dem kleinen Foto ist der fertige Schrank schwarz gebeizt zu sehen.

Peine . Das Tischlerhandwerk setzt auf Qualität: „Durch die Handwerksreform ist bei vielen Berufen der Meister nicht mehr zwingend notwendig. Wer sich aber als Tischler selbstständig machen will, braucht zwingend  den Meistertitel.“ In der Peiner Innung sind 18 Meisterbetriebe, die Zahl der Firmen im Kreis insgesamt dürfte drei Mal so hoch sein, schätzt Klages.

„Die Tischler haben schwere Zeiten hinter sich und wurden in der Vergangenheit nicht  gerade verwöhnt“, sagt Klages. Aber: „Das Konjunkturpaket hat uns Tischlern gutgetan. Und auch der Wirtschaftsaufschwung. Durch den milden Winter im Januar konnten die Betriebe gleich richtig loslegen“, erläutert der Obermeister. „Die Auftragsbücher sind voll, wir haben zurzeit vier Wochen Vorlauf für Aufträge.“ Allerdings komme ihm zugute, dass er einen Bau- und Möbeltischlerbetrieb habe, räumt Klages ein. Wer sich nur auf eines der Standbeine spezialisiert habe, sei anfälliger.

„Das Tischlerhandwerk hat goldenen Boden“, ist Klages überzeugt. Das Berufsbild biete breite Betätigungsfelder: Möbelbau und -restaurierung, die energetische Sanierung von Altbauten, aber wegen der gestiegenen Energiekosten auch isolierende Türen und Fenster in Neubauten. Mit Materialien, wie Kunststoffen, Metallen, Glas und neuen Produkten seien auch neue Einsatzbereiche geschaffen worden.

jti

„Die gute Form“ fördert den guten Nachwuchs

Die Ausbildung zum Tischler ist sehr beliebt. Damit dies so bleibt, wird Nachwuchsförderung großgeschrieben. Obermeister Ralf Klages im Interview:

Macht der Nachwuchs Sorgen?
Mitunter ja. Wir brauchen ausbildungsfähige Lehrlinge. Mangelhafte Mathekenntnisse sind immer wieder ein Problem. Aber auch Kreativität und handwerkliche Begabung sind wichtig.

Wie fördern Sie begabte Auszubildende?
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten: „Die Gute Form“ bewertet das Design eines Gesellenstücks. Der Wettbewerb stellt die Gestaltung im Tischler- und Schreinerhandwerk in den Vordergrund. Er soll den Nachwuchs motivieren und auf der anderen Seite mit seinen Ausstellungen die Kreativität  des Berufes einer breiten Öffentlichkeit zeigen.

Gibt es weitere Möglichkeiten, sich zu beweisen?
Ja. Der Leistungs­wettbewerb zeich­net all­jährlich das hand­werk­liche Kön­nen der Jung-Gesellen aus. Er findet zunächst auf Innungs- und Kammer­ebene statt, dann auf Landes- und schließ­lich auf Bundes­ebene. Er will begabte Lehrlinge in ihrer beruflichen Entwicklung fördern. Voraussetzung ist auch hier die bestandene Gesellenprüfung.

Interview: Jan Tiemann

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