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Die Vergangenheit lebt

Peine Die Vergangenheit lebt

Zuweilen hat es die Vergangenheit gut: Gerät sie in pflegliche Hände, bleibt sie womöglich über Jahrhunderte quicklebendig. Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, gab Stadtarchivar Michael Utecht am Sonnabend Besuchern zum Tages des „des offenen Archivs“.

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Führung im Stadtarchiv (von links): Rolf Ahlers, Andreas Kulhawy, Brigitte Breitkreuz, Anneliese Meier und Archivar Michael Utecht.

Quelle: Ralf Büchler

Peine. Die Schwerpunkte hatte er diesmal auf das Straßenrennen in Peine vor 60 Jahren und auf Exponate zur Stadtentwicklung speziell am „Gröpern“ gelegt – „aus aktuellem Anlass“, wie er mit Blick auf die fotografische Entwicklung der City-Galerie-Baustelle anmerkte.

Gedankenverloren betrachtet ein Besucher eine Fotografie des ehemaligen Knolle-Parkdecks und trauert dieser Abstellmöglichkeit nach. Andere vermissen die zugunsten des Einkaufsparadieses abgerissene historische Fassade. Ohne diese Bauarbeiten wäre es allerdings nicht zu jenen archäologischen Funden gekommen, die nun im Stadtarchiv ausgestellt wurden. Für Utecht eine willkommene Gelegenheit, die Besucher in die Jahrhunderte vor der City-Galerie zurückzuführen.

So belegen Adressbücher ab 1888, wer einst als Anwohner die zentrale Stadt-Lage am Gröpern nutzte. Das Kämmerei-Register von 1624 belegt nicht nur die Anwesenheit der damals dort ihr feuergefährliches Handwerk ausführenden Töpfer, sondern auch die Ahndung offenbar ordnungswidrigen Verhaltens. „12 Gulden waren in dem Jahr zu Gunsten der Stadt zu entrichten“, erklärt Utecht mit Blick auf die zwar saubere, allerdings nur von Experten entzifferbare 400 Jahre alte Handschrift.

Erst 60 Jahre liegt es zurück, als nicht etwa Monaco oder Monza, sondern Peine zum Mekka des Motorsports wurde: diverse Freunde des zügigen Vorankommens konnten jenseits verkehrsrechtlicher Gängelei auf einem am 2,6 Kilometer langen, aus Feld- und Ilseder Straße sowie dem Zuckerweg gebildeten Rundkurs, hemmungslos Gas geben: 33 000 Besucher, so notierte die PAZ in der Ausgabe vom 5. Juni 1950, hätten eine gelungene Motorsportveranstaltung erlebt.

Zur Erinnerung daran war im Foyer des Stadtarchivs nicht nur eine computeranimierte Ausstellung von Originalfotos installiert, sondern als Tondokument auch die eindringlichen Kommentare der Sportreporter des Nord-Westdeutschen Rundfunks zu hören, die auch spektakulären Unfällen berichtete.

Ulrich Jaschek

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