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Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

Hildegard Brüge und Rosemarie Sissel Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

Aktuell ist das Thema „Flucht aus Kriegsgebieten“ wieder in aller Munde. Ganz neu ist es jedoch sicher nicht, denn auch zum Ende des Zweiten Weltkrieges mussten viele Menschen ihre Heimat verlassen und in unbekannten Gefilden neu anfangen.

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Sie lernten sich als Kinder kennen und sind bis heute Freundinnen geblieben: Hildegard Brüge und Rosemarie Sissel.
 

Quelle: privat

Peine. Zu diesen Menschen gehörte 1946 auch Hildegard Brüge, geborene Scheurell. Als Kind war die heute 78-Jährige mit ihrer Familie aus Schlesien ins Peiner Land nach Münstedt geflüchtet. Zum Glück blieben ihr Erfahrungen der Ablehnung, wie sie vielen Geflüchteten damals und heute begegnete, erspart. Ganz im Gegenteil – 1946 lernte sie die fast gleichaltrige Rosemarie Sissel (heute 77 Jahre), geborene Rautmann, kennen.

Sie lernten sich als Kinder kennen und sind bis heute Freundinnen geblieben

Sie lernten sich als Kinder kennen und sind bis heute Freundinnen geblieben: Hildegard Brüge und Rosemarie Sissel.

Quelle: privat

„Es war im Mai, da sagte Rosemaries Oma: In der Nähe auf dem Bauernhof ist eine Familie aus Schlesien eingezogen. Das kleine Mädchen ist bestimmt in deinem Alter. Spiel doch mal mit ihr“, erinnert sich Brüge. Dass die wohlmeinende Oma damit eine mehr als 70 Jahre währende Freundschaft begründen sollte, ahnte damals niemand. Die beiden Mädchen spielten zusammen, und Rosemarie stand immer fest zu Hildegard, wenn diese in Münstedt wegen ihrer schlesischen Mundart gehänselt wurde. Zusammen gingen sie zur Schule und lernten beide einen Beruf. Sonntags trafen sie sich weiterhin, um gemeinsam etwas zu unternehmen. „Wir waren sehr unterschiedlich, haben uns aber immer gut verstanden“, bekräftigt Brüge.

Auch als beide verheiratet waren, verloren sie sich nicht aus den Augen. 1962 zog das Ehepaar Brüge berufsbedingt nach Peine. Auch das trennte die Freundinnen nicht. Die beiden immer größer werdenden Familien feierten oft und gerne zusammen, fuhren gemeinsam in den Urlaub oder machten Ausflüge zum Wandern. „Leider konnte ich aus gesundheitlichen Gründen unseren 70. Ehrentag nicht mit Rosemarie feiern, aber das holen wir eben jetzt, nach 71 Jahren, nach“, sagte Brüge und überreichte ihrer Freundin als Dankeschön einen großen Blumenstrauß.

Von Nicole Laskowski

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