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Die Akte Max und Moritz

Peiner Festsäle Die Akte Max und Moritz

Einbruch, Freiheitsberaubung, Verstoß gegen das Waffengesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Herbeiführen einer Explosion: Aktuelle Straftaten aus der Jugendkriminalität hatte die „Kleine Oper“ Bad Homburg zu einem Musical zusammengefasst.

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Neue Streiche von Max und Moritz erzählt die Kleine Oper Bad Homburg am Montag mit ihrem Familien-Musical.

Quelle: privat

Peine. Gestern präsentierte das Musiktheater in den knapp ausverkauften Festsälen vorzugsweise dem jüngsten Peiner Publikum und dessen Erziehungsberechtigten bislang unbekannte Fälle aus der Ermittlungsakte Max und Moritz.

Die populären jungen Kriminellen haben nämlich viel mehr auf dem Kerbholz, als Wilhelm Busch einst in seinen Bildergeschichten offenbarte. Allein aus niederen Beweggründen rührten sie beispielsweise Teilnehmerinnen eines Damenkränzchens Rizinus als Abführmittel in den Kaffee und verhinderten darüber hinaus den dringend erforderlichen Zugang zur Toilette.

Die Trunksucht des Pastors nutzten sie, um seinen Vorrat an geistigen Getränken mit Tabasco und Pfeffer zu versetzen, um sich an seiner Vergiftung zu weiden, und sie machten darüber hinaus Maulwürfe zu Mittätern, um den Garten eines Pensionärs zu verwüsten.

Insgesamt sieben neue so genannte „Streiche“ hatten die Bad Homburger Kinder-Musiktheaterschaffenden zu einem höchst unterhaltsamen, gut einstündigen musikalischen Bildungsprogramm zusammengestellt – und dies auf hohem Niveau, versteht sich. Kindgerecht servierten sie nämlich eine Hitparade aus Gassenhauern bekannter Opern und Operetten von Beethoven über Mozart, Verdi bis Bizet und Händel. Liebevoll und detailverliebt und passend umgetextet, verführten sie das höchst kritische und junge Publikum zu gehöriger höchster Aufmerksamkeit.

Stimmlich ausgezeichnet agierte das Gesangsensemble, dazu fesselte eine ausgeklügelte Bühnenbeleuchtung- und ausstattung das kindliche Interesse und zuweilen blitzte und explodierte es sogar, wie bei den Karl-May-Festspielen in Bad Seegeberg. Als aber direkt beim Erzeuger der Raub von Honig misslingt, verhindert ausgerechnet der trunksüchtige Pastor, dass die jungen Gangster von den Geschädigten kurzerhand gelyncht werden. Allein, weil sie Besserung geloben, kommen sie straffrei davon. Das junge Publikum ist hellauf begeistert und auch sensibilisiert: Schon beim Hinausgehen fragt ein Knirps: „Haben wir eigentlich Rizinus, Mama?“

Ulrich Jaschek

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