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„Deutscher Zukunftspreis“ für Peiner Stahl ?

Berlin/Peine „Deutscher Zukunftspreis“ für Peiner Stahl ?

Berlin/Peine. Bundespräsident Joachim Gauck überreicht in Berlin den „Deutschen Zukunftspreis“. Nominiert ist auch das Peiner Gemeinschaftsprojekt „Horizontales Bandgießen von Stahl - neue Hochleistungswerkstoffe ressourcenschonend herstellen“.

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Sie sind für den „Deutschen Zukunftspreis“ nominiert (v.l.): Karl-Heinz Spitzer von der TU Clausthal, Ulrich Grethe von Salzgitter Flachstahl und Burkhard Dahmen von SMS Siemag.

Die Veranstaltung, die von Maybrit Illner moderiert wird, zeichnet der Fernsehsender ZDF auf und sendet sie Mittwochabend um 22.15 Uhr. Der „Deutsche Zukunftspreis - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation“ ist mit 250 000 Euro dotiert.

Salzgitter AG, SMS Siemag AG und TU Clausthal haben auf dem Gelände der Stahlfirma Peiner Träger ein neues Gießverfahren für Stahl entwickelt, das weitaus weniger Energie als bisher benötigt. Gleichzeitig bietet es die Perspektive, eine ganz neue Generation von Stahl - sogenannte HSD-Stähle - zu produzieren, die bei ihrer Anwendung bei Leichtbau-Konstruktionen, etwa im Auto, ebenfalls zur Energie-Einsparung beitragen können.

Verantwortlich für das Gemeinschaftsprojekt sind Ulrich Grethe, Salzgitter Flachstahl GmbH, Burkhard Dahmen, SMS Siemag AG, und Professor Karl-Heinz Spitzer von der Technischen Uni Clausthal.

Im Rahmen der industriellen Umsetzung des Projektes „Horizontales Bandgießen von Stahl“ hat der Salzgitter-Konzern am Standort Peine in eine Pilotanlage investiert, die sich zurzeit in der Hochlaufphase befindet.

So funktioniert das horizontale Dünnbandgießen von Stahl in Peine: Anders als beim bekannten Stranggießen dicker Walzblöcke wird die Stahlschmelze beim horizontalen Bandgießen gleich rund 20 Mal dünner auf ein mit Gießgeschwindigkeit umlaufendes und intensiv gekühltes Förderband vergossen. Der etwa 15 Millimeter dünne Bandguss spart auf dem Weg zum Stahlblech aufwendige Wärm- und Walzschritte ein.

Diese Verfahrenstechnik eröffnet laut Sprecher Bernhard Kleinermann „die Perspektive für innovative Hochleistungswerkstoffe, die bisher nur äußerst schwierig oder gar nicht herzustellen waren.“ Dies gelte etwa für eine völlig neue Generation von Leichtbaustählen, die zugleich sehr widerstandsfähig und doch hoch verformbar sind. So könnten hoch belastbare Bauteile produziert werden, „die zum Beispiel Automobile leichter und zugleich sicherer machen“. Nach der Preisverleihung gibt es in Berlin eine Diskussionsrunde mit Bundespräsident Joachim Gauck, Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, und dem Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan W. Hell.

tk

INFO

Weitere Nominierte für den Preis

Dr. Niels Fertig, Dr. Andrea Brüggemann und Michael George von der Münchener Firma Nanion Technologies GmbH schufen ein innovatives System, mit dem sich das Aufspüren von medizinischen Wirkstoffen automatisieren und deutlich vereinfachen lässt: die Roboterplattform „SyncroPatch 384/768PE“. Sie ermöglicht es, viele Wirkstoff-Kandidaten parallel und gleichzeitig an Hunderten Zellen zu testen.

Dr. Stephanie Mittermaier, Dr. Peter Eisner vom Fraunhofer-Institut in Freising (Bayern) und Katrin Petersen von der Firma Prolupin GmbH in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) setzen auf Lupinen. Sie entwickelten ein Verfahren, um aus diesen heimischen Pflanzen vegetarische und vegane Speisen herzustellen, die sich im Geschmack und im Mundgefühl beim Essen kaum von tierischen Produkten unterscheiden.

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