Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Deutliche Kritik an der Westfalenbahn

Peine Deutliche Kritik an der Westfalenbahn

Peine. Unpassende Schiebetritte, die zu „Türstörungen“ führen, fehlende Online- und Vor-Ort-Informationen über Verspätungen oder Ausfälle und kaum Durchsagen an den Bahnhöfen. Deutliche Kritik gib es an der Westfalenbahn.

Voriger Artikel
Container aufgehebelt, Briefkästen zerstört
Nächster Artikel
Ereignisreiches Jahr für Technisches Hilfswerk

Bahnhof Peine: Pendler und Reisende steigen in einen Zug der Westfalenbahn ein, die vor zehn Tagen die Strecke Braunschweig - Rheine übernommen hat.

Mit zahlreichen Kritikpunkten an der Westfalenbahn, die vor zehn Tagen den Betrieb der Strecke Braunschweig - Rheine übernommen hatte, haben sich Pendler und Reisende an die Peiner Allgemeine Zeitung gewandt. Die Redaktion hat bei der Westfalenbahn nachgefragt.

François Meyer aus Vöhrum schrieb der PAZ: „Nach wenigen Tagen ist die Euphorie über die Westfalenbahn verflogen.“ Die neuen Züge seien nicht für die vorhandenen Bahnsteige ausgelegt. „In Vöhrum werden die Sicherheitsrampen nicht ausgefahren. Reisende werden hierauf per Durchsage aufmerksam gemacht. Werden jetzt alle Bahnsteige umgebaut?“, fragt Meyer.

Dr. Stefan Bennemann, Bereichsleiter Unternehmensentwicklung bei der Westfalenbahn, räumt ein: „Es gibt in Vöhrum in Richtung Peine aktuell das Problem, dass die Schiebetritte unter die Bahnsteigkante fahren und sich dort verhaken können. Dieses Problem besteht nur an diesem Bahnsteig und ist von uns erst einmal dadurch gelöst worden, dass wir die Schiebetritte dort nicht ausfahren und die Reisenden auf die Lücke zwischen Zug und Bahnsteig hinweisen.“

Derzeit arbeite man an einer Lösung, damit die Schiebetritte wieder genutzt werden können, kündigt Bennemann an. „Dazu müssen wir aber erst einmal mit allen Beteiligten klären, welcher Wert beziehungsweise welche Toleranz hier offenbar nicht eingehalten wird.“

Ärgerlich für Bahnreisende: Weil die Züge und der Bahnsteig in Vöhrum nicht kompatibel sind, sollen mehrfach Türen nicht aufgegangen sein. Bennemann dazu: „Diese Situation dürfte nur wenige Züge betroffen haben. Wenn der Schiebetritt beim Ausfahren eine Störung erzeugt, öffnet die Tür aus Sicherheitsgründen nicht.“

Weiter moniert Meyer, genau wie Stefan Köhn aus Stederdorf, dass es keine Informationen über Verspätungen und Ausfälle gibt - weder online, noch auf den Anzeigetafeln vor Ort. Und auch Durchsagen am Bahnhof seien selten. Bennemann dazu: „Wir sind mit der bisher erreichten Online-Information noch nicht zufrieden, seit Mitte vergangener Woche sind diese Informationen aber auf der Seite www.westfalenbahn.de abrufbar. Unser Ziel ist es, zeitnah die Anzeige zu verbessern und auch in die klassischen Medien der Deutschen Bahn zu kommen. Hier müssen aber einige Parteien mitspielen, auf die wir keinen direkten Einfluss haben.“

Pendler kritisieren zudem, dass es bei der Westfalenbahn häufiger Verspätungen gibt als bei der DB. „Das mag für einige Fahrgäste sicher so wirken“, sagt Bennemann. „Wir hatten vereinzelt Probleme, deren Beseitigung bei neuen Fahrzeugen und durch neues Personal länger gedauert hat als bei einem routinierten Betrieb.“ Dazu seien Störungen der Infrastruktur gekommen wie der Bahnsteig-Umbau in Bünde, der sich bis Peine auswirke. „Natürlich arbeiten wir daran, diese Verspätungen zu reduzieren“, verspricht Bennemann.

Das sagt die DB zu den Info-Anzeigen

Informationen über Züge der Westfalenbahn wie Verspätungen oder Ausfälle wurden auf den Anzeigetafeln in den Bahnhöfen bislang nicht immer, zeitweise auch gar nicht eingeblendet. Die Westfalenbahn hat nun auf PAZ-Anfrage angekündigt, den Informationsfluss zu verbessern und auch die klassischen Medien der Deutschen Bahn zu bedienen (siehe oben).

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn erklärte dazu: „Jedes Eisenbahnverkehrsunternehmen kann einen Vertrag mit der DB abschließen, dass die Netzdaten in den elektronischen Medien eingepflegt werden. Nach Abschluss des Vertrages liefert der Betreiber die bearbeiteten Daten an uns. Wenn die Daten in einem Störungsfall nicht korrekt weitergegeben werden, kann keine ausreichende Information für die Fahrgäste sichergestellt werden.“ Die DB Station & Service könne aber nur dann die Fahrgäste ausreichend informieren, wenn entsprechende Informationen seitens des Betreibers an diese weitergeleitet werden.

Derzeit laufen Gesprächen zwischen der DB und der Westfalenbahn, um den Informationsfluss für die Fahrgäste zu verbessern.

Gibt es zu wenig Durchsagen?

Viele Bahnreisende kritisieren, dass es zu wenig oder teilweise gar keine Durchsagen an den Bahnhöfen gibt.

Die Westfalenbahn nimmt dazu wie folgt Stellung: „Dies ist ein klassisches Thema – und für uns sehr schwer zu überprüfen, wenn wir keine exakten Informationen zu einzelnen Vorfällen bekommen“, sagt Dr. Stefan Bennemann, Bereichsleiter Unternehmensentwicklung. „DB Station & Service behält sich die alleinige Information an den Bahnhöfen vor, wir informieren unsererseits DB Station & Service über Betriebsstörungen und andere Ereignisse. Nach Aussagen unseres Betriebes war der Informationsfluss in den ersten Betriebstagen nicht immer gut, inzwischen sollte DB Station & Service jedoch alle notwendigen Informationen zeitnah vorliegen haben. Wir werden DB Station & Service nochmal ansprechen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung