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Desirée Nick: Zickenkrieg in den Festsälen

Peine Desirée Nick: Zickenkrieg in den Festsälen

Peine. Großes Schauspiel mit zwei fantastischen Darstellerinnen in den Peiner Festsälen: Manon Straché und Desirée Nick verkörperten die Hollywood-Diven Bette Davis und Joan Crawford in „Bette und Joan“ und lieferten sich einen wahren Zickenkrieg.

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Fiese Anspielungen und offener Streit: Die Diven gönnten sich nichts

Quelle: Foto: Grit Storz

Thema: Die Beziehung der beiden Legenden, die am Tiefpunkt ihrer glamourösen Karriere angelangt, den Film „Was geschah wirklich mit Baby Jane“ (1962) drehten. Überliefert sind von dieser einzigen gemeinsamen Arbeit zwar ein professionelles Verhalten am Set, aber auch Zickenkrieg hinter den Kulissen - und schließlich das Arrangement, damit der Film erfolgreich wird.

Die Inszenierung des Stücks in der Garderobe der Diven mit immer wieder eingespielten Schwarz-Weiß-Filmszenen gab dem Anton- Burge-Stück den gewissen Pfiff.

Die Besetzung mit Nick und Straché war ein Volltreffer. Hier die eine Diva, die durch die sich als zeitlos schön, interessant, geheimnisvoll und trotzdem publikumsnah inszenierende Nick als Joan verkörpert wurde und dort die hart arbeitende Schauspielerin ohne große Schönheitsattribute, die sich vor allem durch ihr Spiel emporgearbeitet hat, durch Straché dargestellt. Beide Egos sind riesig. Wunderbar arbeiteten die beiden Darstellerinnen, deren Lebens- und Karriereverlauf nicht unterschiedlicher sein könnte, die Fehde um die Vorherrschaft am Schauspielhimmel.

„Ich danke Gott dafür, das ich zu den Überfliegern gehöre und nicht zum Bodenpersonal“, säuselte die Nick mit ihrer unverkennbaren Stimme. Doch wenig später relativierte Straché als resolute Bette gleich diese Äußerung. „Sie ist ein Star, aber eine Schauspielerin ist sie nicht“, ätzte sie. Das Stück, das in Peine rund 400 Besucher sahen, lebt von der Unterschiedlichkeit seiner Darstellerinnen. Die umtriebige Nick - Dschungelkönigin, mit spitzer Zunge austeilende Komödiantin, Schauspielerin, Kochbuchautorin und streitbarer Talkgast. Daneben Straché: Das Theaterspielen von der Pike auf gelernt, keine Beine bis zum Himmel, kein ständiger Gast der Klatschpresse, dafür in jeder Fingerspitze mehr Ausdruck als im teils (gewollt) maskenhaften Gesicht der Joan/Nick. Beide legten als Diven einen Seelenstrip hin, beide glänzten, als wäre dieses Stück nur für sie geschrieben. Das Publikum litt im Zickenkrieg mit, stellte sich mal auf die eine, mal auf die andere Seite und war sich am Ende über den gelungenen Abend einig. Großer Applaus.

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