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Der neue Landesvorsitzende des Paritätischen stellte sich in Peine vor

Peine Der neue Landesvorsitzende des Paritätischen stellte sich in Peine vor

„Inklusion ist ein Prozess, den die gesamte Gesellschaft gehen muss - da bleibt kein Stein auf dem anderen“: Der neue Landesvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen, Christian Boenisch, nutzte gestern seinen Vorstellungs-Besuch in Peine, um etwa 20 Mitglieder des Kreisverbandes auf künftige Herausforderungen einzuschwören.

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Besuch im Schützenhaus: Der neue Landesverbandsvorsitzende Christian Boenisch eingerahmt von Hermann Spörl und Heike Horrmann-Brandt vom Paritätischen in Peine.

Quelle: jti

Der Paritätische sei aufgerufen, sich an der Diskussion zu beteiligen, wie man Inklusion und den Weg in eine solidarische und direktere Gesellschaft gestalten könne. „Das Thema Schule ist ein gewaltiger Punkt“, sagte der 55-Jährige. „Wenn wir inklusives Lernen (Beschulung von behinderten und nichtbehinderten Kindern) wollen, muss das System Schule angefasst werden.“

Boenisch warnte aber davor, Förderschulen abzuschaffen, wenn es individuellen Bedarf gebe, der in gleicher Qualität in der inklusiven Schule nicht gedeckt werden könne. Wünschen stünden aber auch immer wieder Finanzen und Schuldenbremse gegenüber.

Als weiteres großes Thema nannte der Landesvorsitzende die Pflege und ältere Menschen in unserer Gesellschaft. In diesem Bereich herrsche Fachkräftemangel. Der Bedarf an ambulanter Pflege steige stetig, gleichzeitig gebe es Überkapazitäten in der stationären Pflege. „Eine Bedarfsplanung wird hier nicht gemacht“, stellte Boenisch fest.

Das Ansehen der sozialen Berufe habe gelitten. „Die Arbeitsverdichtung ist extrem hoch. Sieben Jahre beträgt die durchschnittliche Verweildauer einer Fachkraft in der Pflege“, schilderte er. Die Bedingungen müssten gerechter werden. Hier müsse sich der Paritätische an der Diskussion über einen Tarifvertrag Soziales beteiligen. „Weite Bereiche sind deutlich unter dem geforderten Mindestlohn, weiter runter geht nicht“, so der Experte. Der Mindestlohn sei ein Einstieg, dem ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag folgen müsse. Dies sei jedoch ein „dickes Brett“ und würde drei bis fünf Jahre dauern.

Positiv bewertete Boenisch seine ersten Gespräche mit Landespolitikern. Sie seien sehr offen gewesen. „Der Paritätische hat einen Ruf und Renommee in diesem Land.“

jti

INFO

Der Paritätische Wohlfahrtsverband

Christian Boenisch ist neuer Landesvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen. Zuvor war er jahrelang Geschäftsführer von Einrichtungen der Eingliederungshilfe in München und in Salzburg. Im Vorstand folgt der 55-Jährige auf Cornelia Rundt, die als Sozialministerin in die niedersächsische Landesregierung wechselte.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen vereint mehr als 800 rechtlich selbstständige Organisationen mit knapp einer Million Mitgliedern unter seinem Dach. Im Kreisverband Peine sind mehr als 20 Organisationen vertreten.

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