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„Der letzte Amtmann“ im Peiner Forum

Gifhorner Theaterverein „Der letzte Amtmann“ im Peiner Forum

Beamtenwitze seien weder während noch nach der Vorstellung erwünscht und würden mit einem Bußgeld geahndet, hieß es gleich zu Beginn des Stücks „Der letzte Amtmann“ am Sonntagnachmittag im Peiner Forum.

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Horst Rettich beim Versuch den Computer zu bedienen.

Quelle: Lara Krämer

Peine. Stadtamtmann Horst Rettich (Rainer Hospodarz) erfüllt alle Klischees, die es über Beamte gibt. Er ist mies gelaunt, bezeichnet Zeitung lesen als Arbeit und geht zum Außendienst in den Biergarten um die Ecke. Jedes Mal, wenn ein Besucher ins Büro kommt, spult Rettich seinen Standardsatz „Raus, das Sozialamt ist eine Etage tiefer!“ ab.

Seine Schreibhilfe Agnes Müller (Kerstin Mackus) und den Stadtsekretär Sven Becker (Jan-Lauritz Schweda) treibt Rettich mit seinen Macken „Ist die Tasse auch sauber?“ und „Frau Müller, wo ist das Sagrotan?“ regelmäßig in den Wahnsinn.

Jeder Tag ist gleich. Rettich beginnt seine Arbeit mit Zeitungslesen und verweist einen Betrunkenen, der jeden Tag in seinem Büro steht, an das Sozialamt eine Etage tiefer. Nach der Mittagspause beschäftigt er sich damit, die Kioskbesitzerin Anna Kloppmann (Barbara Luckas) aufs Korn zu nehmen und ihr horrende Bußgelder aufzudrücken. Beispiel: Kloppmann hatt sich erdreistet, nach Ladenschluss noch eine Packung Pflaster zu verkaufen. Und laut Rettichs Spitzel (Elfi Schmidt) betreibt sie sogar noch eine illegale Schankwirtschaft.

Als „Stammgast“ des Kiosks wird Willi Wermut (Bernhard Düformantel) vorgeladen. Es stellt sich raus, dass er der Betrunkene ist, der jeden Tag in Rettichs Büro platzt. Übrigens wöchentlich mit Schnapsflaschen von Rettichs Schreibhilfe Agnes bezahlt, die ihn extra bestellt, um Rettich zu nerven.

Aber nicht nur Rettich hat ein Problem, auch sein Sekretär Becker ist nervös, denn Rettich muss in den kommenden Tagen seine Beurteilung für die Beförderung schreiben.

Dabei hilft nicht, dass plötzlich Beckers Freund Thomas Schneider (Peter Futterschneider) auftaucht und Becker mit Hilfe der gut aussehenden Claudia Petzold (Lena Ahrens) überreden will, der Theatergruppe beizutreten. Becker lässt sich überreden und schafft es sogar mit Claudia während der Arbeit zu proben, ohne dass Rettich etwas merkt. Trotzdem hat Becker Angst um seine Beförderung, denn „Rettich hasst Theater fast so sehr wie die Leute vom Sozialamt“.

Währenddessen kann Rettichs Ehefrau Elfriede (Christa Bollmann) ihren Mann mit ihrer bestimmenden Art dazu bringen, die Bußgeldbescheide gegen ihre Freundin Anna Kloppmann fallen zu lassen. Beide wollen bei der Theaterpremiere in der Pause für die Bewirtung sorgen - etwas, das Rettich sehr missfällt. Am Ende, nach der gelungenen Premiere des Stücks und einer hervorragenden Kritik in der Zeitung, bemerkt Rettich das Geheimnis seines Sekretärs und will ihm die Beförderung verweigern.

Einzig die Bürgermeisterin Margot Blumenthal (Britta Baumann) kann schlussendlich - auf Wunsch des Regisseurs Guido von Schuchardt (Martin Oppermann) des Stücks, in dem auch Becker mitspielte - Rettich befehlen, einen mies gelaunten Beamten im nächsten Stück des Theatervereins zu spielen. Eine Rolle, die ihm wie auf den Leib geschnitten ist.

Das Ensemble des Theatervereins Gifhorn brachte das Peiner Publikum oft gekonnt zum Lachen. Viel verdienten Applaus gab es am Ende für die Schauspieler.

Von Lara Krämer

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