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Der Alltag ist zurück: 65 Flüchtlinge lernen an der Burgschule Deutsch

Peine Der Alltag ist zurück: 65 Flüchtlinge lernen an der Burgschule Deutsch

Peine. Mittlerweile ist die große Flüchtlingswelle in Peine wieder abgeebbt und der Alltag kehrt allmählich zurück - so erging es auch in der Burgschule in Peine. Hier besuchen zur Zeit 65 Flüchtlingskinder den Unterricht und geben ihr Bestes, um die deutsche Sprache schnellstmöglich zu lernen.

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Sprachlernklassen an der Burgschule in Peine.

Quelle: Janine Kluge

„Es läuft wirklich gut“, resümiert der Schulleiter Jan-Philipp Schönaich. „Viele Lehrer haben eine spezielle Ausbildung durchlaufen, um den Kindern Deutsch als Fremdsprache beibringen zu können.“ Als kleines Hilfsmittel wurden zusätzlich sogenannte „Ting-Stifte“ jeweils für 100 Euro angeschafft. Diese können geschriebene Sätze aus speziellen Büchern vorlesen. „Das ist ganz praktisch - die Kinder haben Spaß an der neuen Methode und auch die Eltern können so Zuhause etwas lernen.“

Ursprünglich sollte es an der Burgschule drei separate Sprachlernklassen geben, in denen die Flüchtlingskinder separat die neue Sprache lernen können. „Wir wollten aber eine ‚Ghettoisierung‘ vermeiden und den Schülern die Chance geben, sich in reguläre Klassenverbände zu integrieren“, erklärt Schönaich. Oft haben die Kinder nämlich keine Probleme in Mathematik, Englisch sei auch selten ein Problem. Deshalb werden die Sprösslinge pro Tag nur zwei bis vier Stunden aus dem regulären Unterricht gezogen, um Deutsch zu lernen - die restliche Zeit sitzen sie neben ihren neugewonnenen Freunden. Inzwischen sind zwei Kinder bereits von der Bodenstedt-Schule auf das Ratsgymnasium gewechselt und haben sich dort gut eingelebt.

Übrigens: Dass die Grundschule katholisch ist, stellte sich als kein Grund zur Sorge heraus. Viele Flüchtlings-Eltern hätten keine bedenken, dass ihre Sprösslinge bei den morgendlichen Gebeten zuhören und sogar katholische Gottesdienste besuchen würden. „Die Eltern sind eher zufrieden damit, in die sonstigen Planung eingebunden zu sein“, sagt Schönaich. „Zum Beispiel haben wir uns vor Kurzem der Schweinefleisch-Problematik angenommen.“

Des Weiteren soll im kommenden Jahr ein Fest der Kulturen stattfinden, das die Flüchtlings-Eltern gemeinsam mit der Schule geplant haben. „Es ist wichtig, dass die Kinder nicht vergessen, wer sie sind“, sagte Schönaich im Bezug auf die Identitätsfindung.

Die Schule ist zur Zeit ausgelastet, bis auf Erstklässler können weitere Schüler nicht aufgenommen werden.

mgb

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