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"Demokratie ist nicht selbstverständlich"

Peine "Demokratie ist nicht selbstverständlich"

„Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen“: Am Freitag wurde die Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung im Peiner Rathaus eröffnet. Ab Montag ist sie zunächst im Silberkamp- und dann im Ratsgymnasium zu sehen.

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Eröffnung im Rathaus: Bürgermeister Kessler (links) begrüßte zahlreiche Gäste, darunter Sally Perel (3. von links).

Quelle: jti

In seiner Begrüßung erinnerte Bürgermeister Michael Kessler an die Anschläge auf vier Peiner Geschäfte im vorigen Jahr. „In einer großen Demonstration von über 1000 Bürgern haben wir Flagge gezeigt - Flagge gegen den Rechts-Extremismus“, betonte Kessler. „Der Weg zur Toleranz ist manchmal steinig, aber ich bin optimistisch für diese Stadt, dass wir diese Steine aus dem Weg räumen, um zu einem dauerhaften gedeihlichen Miteinander zu finden.“

Er freue sich, dass seine Geburtsstadt Gesicht zeige gegen aufkeimenden Neonazismus, sagte Sally Perel. „Ich wünsche mir, dass Peine eine Stadt des Friedens und eine Festung der Demokratie ist.“

„Demokratie ist nicht selbstverständlich, jede Generation muss wieder von neuem lernen, was für ein wertvolles Gut Demokratie ist, betonte Silberkamp-Leiterin Ulrike Bock. Sie sprach für beide Peiner Gymnasien. Lehrauftrag sei es auch, die Schüler zur demokratischen Gestaltung der Gesellschaft zu befähigen. Sie lud ein, die Ausstellung an den Schulen zu besuchen. Sie wird dort von Schülern erläutert.

Die Ausstellung „Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen“ wird in Peine in Zusammenarbeit von Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Lokalen Aktionsplan Peine gezeigt. Sie ist bis zum 14. Dezember im Gymnasium am Silberkamp zu sehen (8 bis 16 Uhr, Anmeldung: 05171/4019501). Im Ratsgymnasium werden die 14 Schautafeln vom 17. bis 21. Dezember gezeigt (9 bis 13 Uhr, Anmeldung 05171/4019401). Die Schau ist für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Der Eintritt ist frei.

jti

„Hitlerjunge Salomon“ Sally Perel beeindruckte an Peiner Schulen

 „Es ist meine Lebensmission, meine Pflicht, jungen Menschen bei der Aufklärung über den NS-Staat zu helfen“, betonte der gebürtige Peiner Sally Perel, der als „Hitlerjunge Salomon“ bekannt geworden ist.

Eindringlich und lebensnah schilderte der 87-Jährige seine Erfahrungen während der Herrschaft des NS-Regimes und als Jude, der sich als „Volksdeutscher“ ausgab, um zu überleben: Als Jugendlicher besuchte Perel jahrelang eine Schule der Hitlerjugend in Braunschweig.

Den zahlreichen jungen Zuhörern – an Ratsgymnasium und BBS waren es über 200 Schüler verschiedener Jahrgänge – erzählte er aus seinem Leben, das unbeschwert in der Fuhsestadt Peine begann. Das änderte sich mit der Machtübernahme von Adolf Hitler und der NSDAP. „Wenn wir über die deutsche Geschichte reden, etwa über ihre Dichter und Denker, dann können wir einen Heinrich Himmler oder Adolf Hitler nicht ausklammern.“

Schnell hatte Perel die Schüler in seinen Bann gezogen. Auch die Ratsgymnasiastin Carolin Nothnagel (16): „Der Vortrag war sehr gut. Ich habe ihn bereits zum zweiten Mal gesehen, und seine Ausführungen sind immer wieder bewegend.“

Auch Perel freute sich über seinen Besuch in der Fuhsestadt: „In Peine liegen meine Wurzeln, und es ist immer ein besonderes Ereignis hier zu sein. Für mich ist es immer wie ein Traum und eine Genugtuung, hierher zurückzukommen. Das Leben hat gesiegt.“

js

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