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Demenz war Thema beim Hospiztag

Vortrag Demenz war Thema beim Hospiztag

Demenzielle Erkrankungen sind für die meisten Menschen ein Schreckgespenst. Wer vergesslich wird, Angehörige nicht mehr erkennt und schließlich seine geistigen und körperlichen Fähigkeiten einbüßt, ist nicht mehr der Mensch, der er einmal war. Die Hospizbewegung Peine nahm sich des Themas beim Hospiztag an.

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Im Gespräch (v.l.): Lydia Meyer und Elke Krämer von der Hospizbewegung mit Referentin Birgit Jaster und Hilde Fritsch, ebenfalls von der Hospizbewegung.

Mehr als 100 Besucher waren in die Caféteria des Klinikums Peine gekommen, um sich über Ursachen, Verlauf und Therapie demenzieller Erkrankungen zu informieren. „1,6 Millionen Menschen sind in Deutschland betroffen. Sollte sich in der Medizin nichts tun, werden es 2050 wohl 3,2 Millionen sein. Ein Grund mehr, sich mit diesem Thema zu befassen“, begrüßte Lydia Meyer, zweite Vorsitzende der Hospizbewegung Peine.

Die Referentin, Arbeitswissenschaftlerin Birgit Jaster, arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Beratung erkrankter Personen und deren Angehöriger. In Peine hat sie bereits die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hospizbewegung geschult.

Zunächst erklärte Jaster die verschiedenen Formen der Demenz. Mit 60 Prozent am meisten vertreten, sei die Alzheimer-Demenz, gefolgt von vaskulärer Demenz mit einem Anteil von 20 bis 25 Prozent. Daneben gebe es noch verschiedene andere Formen. Die Gefahr, an Demenz zu erkranken, wächst mit dem Alter. Bei den 60-Jährigen liegt der Anteil bei fünf Prozent, im hohen Alter von 90 Jahren immerhin schon bei 40 Prozent.

„Von der Diagnose der Erkrankung bis zum Tod liegt meist eine Zeitspanne von sieben bis zehn Jahren. Man stirbt übrigens nicht an der Demenz, sondern an den Begleiterkrankungen, die sich zum Beispiel durch ein geschwächtes Immunsystem oder die nachlassenden körperlichen Fähigkeiten einstellen“, erklärte die Arbeitswissenschaftlerin. Heilbar sein Demenz nach wie vor nicht. Der Verlauf könne aber verlangsamt werden.

Im Umgang mit den Patienten rät sie zu liebevoller Geduld. Damit Angehörige nicht überlastet werden, sollen sie sich jede mögliche Hilfe holen. „Ganz wichtig ist die positive Bestärkung des Erkrankten. Seine Gefühle bleiben schließlich erhalten und eine Teilnahme am sozialen Leben sollte entsprechend den Möglichkeiten stattfinden“, führte Jaster aus.

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