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Dem Handwerk fehlen die Auszubildenden

Peine Dem Handwerk fehlen die Auszubildenden

Peine. Das Handwerk schlägt Alarm: Obwohl bei den meisten Betrieben die Geschäfte gut laufen, können viele Lehrstellen nicht besetzt werden, weil die Auszubildenden fehlen (PAZ berichtete).

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Kreishandwerksmeister Lutz Seidel warnt vor fatalen Folgen für das duale Bildungssystem

Quelle: A

Gründe sind der demografische Wandel und ein zunehmender Run auf Studienplätze. Diese Entwicklung sieht auch der Peiner Kreishandwerksmeister Lutz Seidel mit Sorge. Er sieht ein Ungleichgewicht im Bildungsverhalten. Dabei seien Bachelor-Abschlüsse an einer Universität und Handwerksmeister nach dualer Ausbildung und Betriebspraxis durchaus gleichwertig, betont Seidel. „Und wir stehen mit den Problemen erst am Anfang“, warnt der Kreishandwerksmeister. „Sollten immer weniger junge Menschen Interesse an einer Ausbildung im Handwerk haben, führt dies auch zu fatalen Folgen im dualen Bildungssystem, weil wir Berufsschulklassen nicht mehr voll kriegen.“

Insgesamt sei die Situation im Bezirk der Handwerkskammer Braunschweig noch positiv, erklärt Sprecherin Sandra Jutsch. Allerdings gebe es unterschiedliche Entwicklungen. Während die Lage in ländlich geprägten Bereichen noch stabil sei, gebe es in den industriell geprägten Regionen wie Peine Rückgänge bei den Auszubildenden. Dies liegt zum Teil am demografischen Wandel. Jutsch spricht aber auch vom „Kampf und Köpfe“, bei dem große Industriebetriebe oftmals die Nase vorn hätten. Nachwuchsmangel gebe es hingegen nach wie vor in den Nahrungsmittelbetrieben wie Bäcker oder Fleischer und im Bereich Elektro und IT. Im letzteren Bereich liege dies oftmals an der mangelnden Qualifikation.

Im Bereich der Handwerkskammer waren für den Kreis Peine bis September 2014 insgesamt 180 Ausbildungsstellen gemeldet, geht aus der Statistik der für Peine zuständigen Agentur für Arbeit in Hildesheim hervor. Davon waren 21 Stellen unbesetzt, zehn mehr als im Jahr zuvor.

jti

PAZ-INFO

Bundesweit 18 000 Lehrstellen unbesetzt

Bei den meisten Handwerkern in Deutschland laufen die Geschäfte rund – trotz weltweiter Konjunkturschwäche. „Die Probleme der globalen Wirtschaft lassen das Handwerk bislang unbeeindruckt“, sagte der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, bei der Präsentation der Herbstumfrage des Verbandes. Demnach berichten nur 12 Prozent der Betriebe von schlechteren Geschäften, 88 Prozent von guten oder zufriedenstellenden. Die Zahlen lägen exakt auf dem Vorjahresniveau. Ein Problem sei aber, dass in diesem Jahr voraussichtlich 18000 Lehrstellen unbesetzt blieben, das seien 5000 mehr als Vorjahr. Allein im Bereich der hannoverschen Handwerkskammer waren zuletzt noch 400 Stellen offen. Zuvor war der Verband bundesweit noch von 15000 unbesetzten Stellen ausgegangen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 140000 Ausbildungsverträge geschlossen.

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