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Deko-Holzschaf flog durch das Treppenhaus: Drei Monate Haft auf Bewährung

In Peine vor Gericht Deko-Holzschaf flog durch das Treppenhaus: Drei Monate Haft auf Bewährung

Peine . In Folge ständigen Streits hat eine alleinerziehende Frau (30) ihrer Vermieterin nicht nur schmähende Worte, sondern einmal auch ein kleines Deko-Schaf aus Holz an den Kopf geworfen. Dafür wurde sie jetzt zu drei Monaten Haft auf Bewährung und 200 sozialen Arbeitsstunden verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt vier Jahre.

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Quelle: Symbolfoto: Archiv

Die Angeklagte bestritt den Vorfall zunächst und zählte ihrerseits Vergehen der Vermieterin auf, denen sie sich hilflos ausgesetzt sah. Neben Beleidigungen und Beschimpfungen soll sich die Vermieterin auch ungebeten in die Wohnung begeben und sich an den Sachen der Mieterin zu schaffen gemacht haben. Zudem habe sie kein neues Heizöl gekauft, sodass die junge Frau mit Kind weder Heizung noch Warmwasser hatte.

„Wovon sollte ich das bezahlen, sie hat ja zweieinhalb Jahre keine Miete gezahlt“, hielt die Vermieterin (62) dagegen. An jenem Mittag im Dezember 2012 kam es wieder mal zu einem Streit im Treppenhaus, in dessen Verlauf ein kleines Deko-Schaf – ein flacher Aufsteller mit einer hölzernen Schiene als Fuß – flog. Blaue Flecken an Kinn und Schulter seien die Folge gewesen, sagte die Vermieterin. Ärztlich dokumentiert war das nicht.

Mit der Bewährungsstrafe folgte der Richter dem Plädoyer des Verteidigers, der Freispruch oder eine Bewährungsstrafe gefordert hatte. „Ich hatte so große Angst vor diesem Verfahren“, sagte die Angeklagte – mit Berechtigung.

Schon einmal war sie mit ihrer Vermieterin aneinander geraten und hatte ein Holzscheit nach ihr geworfen. Diese einschlägige Vorbelastung und zwei andere Delikte aus der Vergangenheit hätten auch Haft ohne Bewährung ergeben können. Aber sie sei die einzige, die sich um die heute vier Jahre alte Tochter kümmern könne, gab der Verteidiger zu bedenken. Seit deren Umzug nach Salzgitter sei auch nichts mehr vorgefallen, die junge Frau habe sich offensichtlich geändert.

Das sah auch der Richter so und ließ aufgrund der erheblichen Mitschuld an der Verschärfung der Situation durch die Vermieterin eine weitere Anklage wegen Beleidigung fallen.

hui

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