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Debatte in Peine über Schulpolitik: IGS soll Haupt- und Realschule verdrängen

Peine. Debatte in Peine über Schulpolitik: IGS soll Haupt- und Realschule verdrängen

Niedersachsen will sich vom dreigliedrigen Schulsystem verabschieden. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) kündigte jetzt ein neues Gesetz an, das ab dem neuen Schuljahr gelten soll (PAZ berichtete). Die Reaktionen von Peiner Politikern und einen Schulleitern sind zwiespältig.

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Die IGS in Vöhrum.

Quelle: A

Peine. Geplant ist die Abschaffung von Laufbahnempfehlungen und das Wiedereinführen von 13 Schuljahren. Außerdem sollen Integrierte Gesamtschulen (IGS) Real- und Hauptschulen ersetzen, Gymnasien sollen aber bestehen bleiben.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreis Peine, Günther Hesse, spricht sich für den Gesetzesentwurf aus. Er sagt: „Das Prinzip der zwei Säulen entspricht den Wünschen der Eltern und ist daher ein sinnvoller Weg.“ Ebenso befürwortet er das Abschaffen der Laufbahnempfehlungen, die nach der fünften Klasse ausgestellt werden. „Oftmals wird die Leistung der Kinder zu gut eingeschätzt und später versagen sie an weiterführenden Schulen“, bedauert Hesse.

Hans-Werner Fechner von der CDU sieht andere Schwierigkeiten. Er sagt: „Wie werden Gesamtschulen damit umgehen, wenn sie keine Empfehlungen mehr bekommen? Die leistungsschwachen und leistungsstarken Schüler werden normalerweise zu gleichen Teilen einer Klasse zugeteilt - mit der neuen Regelung kann die Gliederung gar nicht mehr sichergestellt werden.“ Im Umkehrschluss bedeute dies, dass das IGS-Konzept nicht mehr eingehalten werden könne.

Eines hatte die Ministerin aber nicht in ihrer Rede erwähnt: Und das ist die Arbeitserhöhung der Gymnasialkräfte. Ulrike Bock, Schulleiterin des Silberkamps, sagte: „Das stellt die Wertschätzung des Gymnasiums etwas in Frage.“

Positiv hingegen blicken alle der Rückkehr zum G 9 entgegen.„Allerdings ist nicht die Anzahl der Schuljahre relevant, um sein Abitur zu bestehen. Die Organisation und Qualität der Schule ist viel wichtiger, damit das folgende Studium oder die Ausbildung keine Schwierigkeiten bereitet“, so Fechner.

mgb

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