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Dealer vor Gericht: Ein Kilo Marihuana und Drogenanbau im Schlafzimmer

Peine Dealer vor Gericht: Ein Kilo Marihuana und Drogenanbau im Schlafzimmer

Peine. Er hatte sich in Hildesheim ein Kilo Marihuana und 500 Gramm Haschisch für rund 15000 Euro besorgt, um selbst ins Drogendealer-Geschäft einzusteigen. Als einige Kunden nicht zahlten, begann er, die Drogen im Schlafzimmer seiner Wohnung in Peine zu züchten, um die bei den Großdealern gemachten Schulden zahlen zu können. Nun stand der 33-jährige Peiner wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor dem Amtsgericht in Peine.

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Wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz musste sich ein Peiner vor dem Amtsgericht verantworten – er hatte Marihuanapflanze in seinem Schlafzimmer angebaut und Drogen verkauft.

Quelle: Archiv

Der Angeklagte räumte alle Vorwürfe vor Gericht sofort ein. Er sei bis 2001 selbst Konsument gewesen, Anfang 2011 kaufte er gemeinsam mit einem Bekannten eine große Menge des Rauschgifts - Grund: seine Arbeitslosigkeit. „Irgendwie musste ich ja Geld verdienen.“

Später habe der Familienvater auch selbst Cannabis angebaut: „In dem Marihuana, das ich gekauft habe, waren einige Samen drin. Ich habe die nur aus Spaß mal in einen Blumenbottich gesteckt und die Pflanzen sind dann gesprossen.“ Dann habe er im Internet recherchiert, sich über das Thema schlau gemacht und die Anbaumethoden nach und nach professionalisiert - 2012 kaufte er sich sogar Wachstumsschränke für seine Pflanzen samt Belüftungs- und Beleuchtungsanlage, der im Schlafzimmer stand.

Die Richterin resümierte: „Alles in ihrer Wohnung war auf den Haschisch-Anbau und den Verkauf angelegt“. Auch zahlreiche weitere Gegenstände wie Feinwaagen und ein Buch mit den Vornamen und Schulden der Drogen-Kundschaft fand die Polizei bei einer Durchsuchen der Wohnung des 33-Jährigen.

Im Nachhinein bereue er seine Taten, unterstrich der Peiner während der Verhandlung: „Ich bin durch einen doofen Zufall wieder in die Misere reingerutscht. Gott sei Dank wurde ich erwischt. Ich habe immer wieder mit dem Gedanken gespielt, alles wegzuwerfen“ - doch der Druck der Großdealer, von denen er sich seine erste Ration gekauft habe, sei groß gewesen.

Gerade mit Blick auf die Straftaten rund um die 1,5 Kilo Marihuana und Haschisch möchte die Staatsanwaltschaft nun noch genauer ermitteln. Die Verhandlung wurde ausgesetzt, ein neuer Gerichtstermin folgt.

js

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