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„Das war ‘ne richtige Rattenburg“

Peine „Das war ‘ne richtige Rattenburg“

Fassungslos stehen Anwohner der Jägerstraße am Sonntagmorgen an dem Bauzaun, mit dem das Brandhaus provisorisch abgesperrt ist. Nach dem verheerenden Feuer in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag haben Mitarbeiter der städtischen Betriebe gleich danach die Absperrung aufgestellt, falls Teile vom Dach herunterfallen.

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Auch am nächsten Tag muss die Feuerwehr noch Glutnester im ausgebrannten Haus an der Jägerstraße löschen.

Quelle: Ralf Büchler

Peine. „Das Haus steht ja seit über 30 Jahren leer“, sagt ein Anwohner und schaut zum völlig verkohlten Dachstuhl. „Das war ‘ne richtige Rattenburg. Wenn man davor stand, sind die Viecher einem zwischen den Beinen langgelaufen.“ Besonders brisant: Direkt nebenan liegt ein großer Spielplatz. Immer wieder war es in der Vergangenheit vorgekommen, dass Kinder in dem Haus gespielt haben.

Stadt war Problem bekannt

Diese können ganz leicht über den Zaun klettern und gelangen dann durch eingeschlagene Scheiben und eine offene Kellertür ins leere Haus, schilderte eine Frau der PAZ vor zwei Jahren. Auch Obdachlose hätten dort manchmal übernachtet und Punker wilde Party gefeiert.
Der Stadt war das Problem bekannt, sie konnte jedoch nichts tun. „Da das Grundstück mit einem 1,60 Meter hohen und intakten Zaun umfriedet ist, sei formalrechtlich sichergestellt, dass Unbefugte nicht auf das Grundstück gelangen können, sodass die Stadt nicht befugt ist, Sicherungsmaßnahmen durchzuführen“, hatte die Sprecherin der Stadt Peine, Ulrike Laudien, damals gesagt.

Der Besitzer des Hauses wohne in Hannover, erklären die Anwohner der Jägerstraße, die vor dem Brandhaus stehen. „Ich bin mit dem zur Schule gegangen“, sagt einer. „Der wollte das Haus als Alterssitz nutzen.“ Plötzlich entdecken die umstehenden Passanten Rauch, der aus dem Dachstuhl qualmt. Sofort alarmieren sie die Feuerwehr – wenig später ist Peines Ortsbrandmeister Sven Bössel wieder vor Ort.

Er habe eine Stunde geschlafen und sich gerade einen Kaffee einschenken wollen, da sei er angepiept worden. „Wir haben das Gebäude gestern Nacht noch mit einer Wärmekamera untersucht“, erklärt der Fachmann. „Aber auszuschließen sind solche Glutnester nie ganz.“ Zweimal seien die Kameraden in der Nacht nochmal ausgerückt – und auch am Sonntagmorgen kommen drei Fahrzeuge in die Jägerstraße.

Mit der Drehleiter geht es hoch zum Dachstuhl. Ein Feuerwehrmann lockert mit einem Einreißhaken die wenigen noch vorhandenen Dachziegel. Sofort sieht er den glimmenden Holzbalken, Sekunden später prasselt Wasser auf das Glutnest. „Das dürfte es jetzt gewesen sein“, sagt Bössel.

Tobias Mull

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Flammen schlagen aus dem Dachstuhl

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