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Das sagen die Kommunen zur möglichen Stromtrasse

Kreis Peine Das sagen die Kommunen zur möglichen Stromtrasse

Kreis Peine. Die geplante 800 Kilometer lange unterirdische Erdkabel-Stromtrasse Südlink von der Nordsee nach Bayern und Baden-Württemberg könnte durch den Kreis Peine gebaut werden. Der Netzbetreiber Tennet hat mehrere Varianten für den Verlauf des Zehn-Milliarden-Projekts veröffentlicht.

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Die neue Südlink-Stromtrasse: Sie wird nun doch nicht oberirdisch, sondern als Erdkabel ausgeführt - Einige Gemeinden im Kreis könnten davon betroffen sein.

Quelle: dpa

Die PAZ hat mit den möglicherweise betroffenen Peiner Kommunen gesprochen. Es sind die Stadt Peine, Edemissen, Hohenhameln und Ilsede.

Peines Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey sagt: „Es gibt eine Option für einen Ostkorridor, der offenbar die Gemarkungen Röhrse, Vöhrum und Schwicheldt und auch das Stadtgebiet Peine berühren würde. Das hat uns alle überrascht, ist aber durchaus erklärbar, wenn man sich mit dem Thema näher befasst.“ Man erwarte als nächsten Schritt, dass der Landkreis das Angebot der Firma Tennet aufgreifen werde, schon im Oktober oder November eine öffentliche Informationsveranstaltung hier für alle Bürger durchzuführen.

Die Gemeinde Edemissen wäre von der geplanten Trasse im östlichen Teil bei Oelerse und Abbensen betroffen. Rainer Hoffmann, Fachbereichsleiter Bauen bei der Gemeinde, sagt: „Wir werden nun erstmal die Politik informieren. Grundsätzlich steht das Verfahren ja noch ganz am Anfang.“ Wie es nun weitegeht, müsse sich noch zeigen. Positiv zu konstatieren sei, das der neue Betreiber Tennet offenbar großen Wert auf Transparenz lege und von Anfang an alle Beteiligten informiert habe. Zum Trassenverlauf könne derzeit noch wenig gesagt werden, da der Planungskorridor aktuell noch bei einem Kilometer liege. Später soll er aber auf rund 20 Meter abschmelzen.

In der Gemeinde Hohenhameln, die nur am Rand bei Equord und Stedum/Bekum betroffen wäre, ist bereits im Verwaltungsausschuss über das Thema gesprochen worden. Frank Meißner, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, sagt: „Nach derzeitigem Stand wird es aus Sicht der Verwaltung wohl keine Einwände geben.“ Genaueres könne man jetzt noch nicht sagen. Wichtig sei in jedem Fall, die Öffentlichkeit und betroffene Bürger mitzunehmen.

Wenn die Trasse kommt, hält Otto-Heinz Fründt, Bürgermeister in Ilsede, die Ostvariante für wahrscheinlicher: „Die Westvariante dürfte wegen der größeren Bebauung in Richtung Hannover schwieriger zu realisieren sein.“

Alarm schlug gestern Peines CDU-Ratsherr Ingo Reinhardt: Laut den aktuellen Plänen führe der Planungskorridor komplett durch den Hainwald bei Vöhrum. Eine mögliche Zerstörung des Waldes durch eine Schneise sei völlig inakzeptabel und müsse dringend verhindert werden.

mic/dn/tk

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